Montag, 16. Oktober 2017

Müssen Bücher wirklich makellos aussehen?

Als Kind habe ich Bücher einfach gelesen, ohne Rücksicht darauf, wie sie anschließend aussahen. Ich habe sie aufgeklappt mit dem Buchrücken nach oben gelegt, habe Bücher auseinander gebogen, bis sich die Leserillen über die verbogenen Buchrücken von Taschenbüchern zogen wie Falten in der Haut eines Neunzigjährigen oder gebundene Ausgaben schief waren. Ich habe mir keinerlei Gedanken darüber gemacht, wie ich das Buch lese, weil es um die Geschichte ging.
Dann tauchte ich ein in die Welt des Bloggens und die Huldigung der Bücher, und alles änderte sich.

Plötzlich bekam ich einen Herzinfarkt, wenn ich sah, wie jemand ein Buch auseinander bog oder gar umgedreht hinlegte. Gerade Taschenbücher öffnete ich nur so weit, dass ich gerade die Worte erkennen konnte, ungeachtet der schmerzhaften Verdrehung der Hand. Konnte ich mal nicht vermeiden, dass sich eine Leserille bei einer unbedachten Bewegung in ein Taschenbuch bahnte (schönes Beispiel: "Red Rising" von Pierce Brown - einmal nicht aufgepasst und zack, war's geschehen), stand ich kurz vor dem Heulkrampf und als ich mal mit einer Teetasse versehentlich angestoßen wurde und sich der Tee auf dem Buch auf meinem Schoß verteilte, ähnelte das einem Weltuntergang (dabei mochte ich das Buch gar nicht). Zwar lieh ich Bücher gerne aus, weil ich Geschichten gerne teilte, doch jedes Mal zitterte ich innerlich in der ängstlichen Erwartung, in welchem Zustand ich das Buch wohl zurück bekommen würde.
Bücher sind Schätze, präsentiert im Regal, behandelt wie das Wertvollste der Welt. Sie beherbergen doch schließlich auch Geschichten, können in der Gestaltung ein wahres Meisterwerk sein, das geschützt werden muss. Nichts ist schöner als eine Reihe ebenmäßiger Buchrücken von Büchern, die dem Aussehen nach ungelesen sind. Nicht wahr?

Na, kannst du dich da identifizieren? Kriegst du auch Schweißausbrüche bei Wörtern wie Eselsohren, gebrochenem Buchrücken und Leserillen? Sehen dich die Leute auch merkwürdig an, weil du Bücher in komischen Verrenkungen liest, weil sie wirklich aufzuschlagen das Grauen selbst wäre?
Zugegeben, manchmal komme ich mir doch ein wenig fanatisch vor. Wenn Leute mich schräg ansehen oder sich darüber lustig machen. Wenn sie Angst haben, ein Buch von mir auszuleihen, obwohl ich Geschichten doch so gerne teile. Und als sich wieder eine Leserille in ein dickes Taschenbuch bahnte und ich zu müde war, um mich darüber zu entsetzen, bin ich nachdenklich geworden.

Stellt euch ein altes Buch von einem Flohmarkt vor. So ein Buch mit Leserillen, vergilbten Seiten und Teeflecken, mit Namen auf der Innenseite und abgenutztem Einband. So ein Buch, das eine Geschichte erzählt. Die Geschichte davon, wie die Story zwischen den Seiten geliebt wurde, nicht nur einmal, sondern mehrfach, wie jemand durch die Seiten geflogen ist, an sie gefesselt war und mitgerissen die Story verfolgt hat. Die Geschichte davon, wie das Buch überall hin mitgenommen wurde, wie es vielleicht Städte wie Paris oder Madrid gesehen hat, wie es bei Liebeskummer getröstet, regnerische Herbstnachmittag versüßt und heiße Sommertage vertrieben hat. Keine neue Ware, kein Buch wie jedes andere in der Buchhandlung, sondern eins, mit dem individuelle Erinnerungen verbunden sind.
Bei meiner Ausgabe von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" sind Seiten gewellt, weil Tränen darauf gefallen sind. Meiner Edelsteintrilogie sieht man zum Beispiel an, dass sie vierzehn Mal gelesen wurde. Die Schutzumschläge sind verknickt, die Einbände abgenutzt und manchmal fleckig. Manchmal schäme ich dafür. Manchmal denke ich, man sieht der Reihe an, dass sie geliebt wurde. Und als ich letztens meine "Arkadien"-Trilogie re-readete, in die mein jüngeres Ich ohne schlechtes Gewissen Leserillen gelesen hatte, da bog ich das Buch auf, weil der Schaden ja eh schon passiert war, und war erstaunt darüber, wie angenehm es sich lesen ließ.

Jetzt kann man einwenden, dass sich ein Buch wohl kaum lange hält, wenn man es so nachlässig behandelt. Bei einem Buch, das häufig gelesen wird, würde doch bald der Einband abfallen, wie viel schöner wäre es, wenn Bücher auch in fünfzig, sechszig, siebzig Jahren noch lesbar sind, ohne das man fürchten muss, in jedem Moment lose Seiten in den Händen zu halten.
Und ja, mein Bücherherz bringt es auch nicht über sich, Bücher aufzubiegen. Es genießt es, über ebenmäßige Buchrücken zu streichen, die Schätze im Regal zu bewundern und sie mit Achtsamkeit zu lesen, wie ein kleiner Schatz, die sie auch sind - denn zwischen den unscheinbaren Seiten verstecken sich ganze Welten, ganze Leben voller Emotionen und Geschichte.
Aber vielleicht fange ich an, an mir zu arbeiten, und ein wenig gelassener zu werden. Nicht mehr an dem Rand der Verzweiflung zu stehen, wenn doch mal eine Leserille auftaucht - denn das passiert nun mal, wenn Bücher gelesen werden, und dafür sind sie schließlich da. Und wenn unten der Rand zerfleddert, weil ich das Buch den ganzen Tag in der Tasche transportiert habe, dann erzählt das nur die Geschichte davon, wie mich das Buch auf der Reise begleitet hat.
Denn ein Regal voller Bücher erzählt nicht nur die Geschichten zwischen den Seiten. Sondern auch die der Erinnerungen, die wir mit den Büchern verbinden. 

Eure Dana

Donnerstag, 12. Oktober 2017

[Rezension] Scherben der Dunkelheit

«Manchmal muss man weglaufen, um anzukommen», sagte er leise. «Manchmal muss man verlieren, um zu gewinnen.» (Seite 276)


Autor: Gesa Schwartz
Verlag: cbt
Seiten: 592
Erscheinungsdatum: 25.09.2017
ISBN: 978-3-570-16485-3
Gebunden mit Schutzumschlag; 17,99€


Einzelband


Klappentext:

Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint ...

Dienstag, 10. Oktober 2017

The Hate U Give



Autor: Angie Thomes
dt.: The Hate U Give
Verlag: Balzer + Bray
Seiten: ca. 450
Erscheinungsdatum: Februar 2017
ISBN: 978-0-06-249853-3
Gebunden mit Schutzumschlag
(Taschenbuch)


Ich möchte zu diesem Buch gar keine wirkliche Rezension schreiben, einfach, weil es schwierig ist, dieses Buch in dem Sinne zu bewerten.
Bei dem Hype ist es schwer, an dem Buch vorbeizukommen, aber das Buch hat diesen Hype durchaus verdient. Es hat es verdient, gelesen zu werden, weil es der Ungerechtigkeit gegenüber einer Minderheit in den USA eine Stimme gibt, die mit einem Anteil von über 12% eigentlich fester Bestandteil der Bevölkerung ist (Quelle). Einer Ungerechtigkeit, die per se nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt ist.


Inhalt: Die Protagonistin Starr lebt in einem schwarz dominierten Viertel und geht auf eine weiß dominierte Schule, zwei Bereiche ihres Lebens, die sie konsequent trennt. Dann muss sie mitansehen, wie ihr Freund Kahlil bei einer Polizeikontrolle ohne ersichtlichen Grund erschossen wird. Bis dato jemand, der selbst gegen Ungerechtigkeit und Rassismus gegenüber Schwarzen protestiert hat, hadert Starr nun mit sich selbst, ob sie mit ihrer Zeugenaussage an die Öffentlichkeit gehen will. Doch die Wahrheit ist gefährlich. Vor allem, da sowohl die Polizei als auch die Medien die Tatsachen verdrehen und die Situation in Starrs Gemeinde sich zunehmend anspannt.


Sonntag, 8. Oktober 2017

Bookish Sunday #35 - Buch, bei dem der Inhalt deutlich besser ist als das Cover



Hallo ihr Lieben,

Ines' heutige Frage lautet:

Welches Buch in deinem Regal liebst du, trotz seines hässlichen Covers?

Quelle
Da fallen mir eigentlich gleich zwei Reihen ein. Zum Einen die "Erwacht"-Reihe, eine Reihe, die ich erst vor kurzem re-readet habe und bei der ich überlege, eventuell nochmal einen etwas fangirligen Eindruck zu schreiben, trotz dass ich hier schon mal eine Reihenvorstellung verfasst habe. Aber die Reihe ist einfach unglaublich gut, witzig, actionreich und episch, und dann sind da diese 0815-Gesicht-Cover, die aussehen, als wäre das irgendeine oberflächliche, kitschige Story oder so. Und dann die Flügel, obwohl die Engel in dem Buch gar keine Flügel haben. Seriously?!
Quelle

Eine weitere Reihe, bei der die Cover dem Inhalt nicht gerecht werden, ist "Vampire Academy" von Richelle Mead, hier vorgestellt. Auch hier x-beliebige Mädchengesichter bei einer ebenfalls witzigen und actionreichen Reihe, dann noch mit merkwürdigen Blicken und dieser teils merkwürdigen Farbgebung ...

Eigentlich immer wieder schade, weil man letztendlich doch meist nur zu einem Buch greift, wenn einen das Cover anspricht und wenn das dann eher abschreckt ...

Ich wünsche euch noch einen schönen Restabend! ♥
Eure Dana

Freitag, 6. Oktober 2017

[Rezension] Almost a Fairy Tale - Verwunschen

„Man kann sich Fehler erlauben. Jedem passiert mal einer, niemand ist perfekt. Aber man sollte auch den Mut haben, dafür geradezustehen." (Seite 44)



Autor: Mara Lang
Verlag: Ueberreuter
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: September 2017
ISBN: 978-3-7641-7068-4
Gebunden mit Schutzumschlag


Almost a Fairy Tale - Dilogie:
  • Verwunschen
  • Vergessen [erscheint voraussichtlich im Februar 2018]


Klappentext:

Die 17-jährige Natalie lebt in einer modernen Märchenwelt, in der Magie festen Regeln unterworfen ist und nach höchstem technischen Standard funktioniert. Dennoch gibt es hier alles, was die Herzen höher schlagen lässt: Schlösser, Einhörner, Riesen – und Prinzen, in die man sich verlieben kann. Doch genau das wird Natalie zum Verhängnis. Denn um dem Prinzen Kilian in einer Gefahrensituation beizustehen, verwendet sie unerlaubterweise Magie und löst damit eine Katastrophe aus. Ein Riese bricht aus dem Zoo aus und verwüstet die halbe Stadt. Und das ist nur der Anfang. Bald begehrt das magische Volk überall auf und ehe sich‘s Natalie versieht, verliert sie alles, was ihr lieb und teuer ist. Sie muss erkennen, dass der Grat zwischen Gut und Böse sehr schmal ist, und sich entscheiden, auf welche Seite sie sich schlägt …

Dienstag, 3. Oktober 2017

[Reihenvorstellung] Arkadien










 ~ spoilerfrei ~


Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen


Arkadien erwacht

Seiten: 416
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-551-31147-4
Taschenbuch; 8,95€
Gebunden


Arkadien brennt

Seiten: 416
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978-3-551-31210-5
Taschenbuch; 8,99€
Gebunden


Arkadien fällt

Seiten: 464
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978-3-551-31243-3
Taschenbuch; 8,99€
Gebunden


Klappentext Band 1:

Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa, als wäre sie in einen alten Film geraten - der Chauffeur, der ihre zufällige Reisebekanntschaft Alessandro am Flughafen erwartet; der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante; und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in Alessandro ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist ...


Sonntag, 1. Oktober 2017

Bookish Sunday #34 - Buch, das zu lesen ich bereue


Hallo ihr Lieben,

irgendwie kaum zu glauben, dass schon wieder Oktober ist ... wo ist denn bitte all die Zeit abgeblieben?

Genug der Wehmut, hier ist Ines' heutige Frage:

Bei welchem Buch wünscht du dir, dass du dir das Lesen gespart hättest, weil es so schlecht war?

Hm. Generell wünscht man sich natürlich, die wenige Zeit, die man hat, dann auch guten Büchern zu widmen. Wobei es auch "schlechte" Bücher gibt, die durchaus unterhaltsam sein können, weil z.B. der Schreibstil ganz gut aus, selbst wenn die Charaktere nerven. Andere quälen einen dagegen beim Lesen, aber da empfiehlt sich dann auch, es einfach abzubrechen.
Ein Buch, bei dem ich das konstante Bedürfnis hatte, es abzubrechen, war "Vom Winde verweht", dennoch bereue ich das Lesen nicht, weil es diese Erfahrung wert war - und dass ich jetzt sagen kann, dass ich es gelesen habe und dass ich eine Meinung dazu habe.
Ähnlich "Obsidian", da kann ich auch sagen, dass ich es versucht habe, und mein Kritik begründet darstellen, weil es nicht auf Vorurteile beruht, sondern darauf, dass ich es tatsächlich gelesen habe.
"Dämonentochter" war nicht direkt schlecht, aber mir zu sehr Nachmache von "Vampire Academy", aber vielleicht ist das noch am ehesten etwas, wo mir das Lesen überflüssig erscheint.
Und "Sannah und Ham" hätte ich mir eigentlich auch sparen können.


Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!
Eure Dana ♥

Freitag, 29. September 2017

[Rezension] Boy Nobody - Ich bin dein Freund. Ich bin dein Mörder.


Autor: Allen Zadoff
Übersetzer: Petra Post & Andrea von Struve
amerik. Originaltitel: Boy Nobody bzw. The Unknown Assassin - I Am the Weapon (2013) [es gab im Original einen Titelwechsel]
Verlag: Bloomoon
Seiten: 336
Erscheinungsdatum: 03.09.2013
ISBN: 978-3-8458-0005-9
Gebunden mit Schutzumschlag; 16,99€


Trilogie [wird nicht weiter übersetzt]:
  • Boy Nobody - Ich bin dein Freund. Ich bin dein Mörder.
  • Fearless - Ich bin dein Freund. Ich bin dein Verräter. 
  • amerik. I Am the Traitor

Inhalt:

Mit zwölf Jahren wurde er von dem „Programm" rekrutiert, nun, mit sechszehn, ist er einer der Besten und macht nie Fehler. Er gibt sich als der Freund der ihm genannten Zielperson aus, erschleicht sich ihr Vertrauen, um dann in die Nähe seines Opfers zu gelangen, das er tötet. 
Sein neuer Job ist ein Job wie jeder andere - oder? Denn der Zeitrahmen ist ungewöhnlich kurz. Und mit einem Mal kommen Zweifel auf - Zweifel, die jemand wie er nicht haben sollte ...

Dienstag, 26. September 2017

[Rezension] Naris - Das Schicksal der Sterne


Autor: Lucy Hounsom
Übersetzer: Barbara Röhl
engl. Originaltitel: Heartland - The Worldmaker Trilogy (2017)
Verlag: Piper
Seiten: 528
Erscheinungsdatum: 02.05.2017
ISBN: 978-3-492-70394-9
Taschenbuch mit Klappenbroschur; 16,99€



Naris-Trilogie:
  • Die Legenden von Mond und Sonne  [Rezension]
  • Das Schicksal der Sterne
  • erscheint voraussichtlich am 14.12.2017 auf Englisch unter dem Titel "Firestorm"


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !

Sonntag, 24. September 2017

Bookish Sunday #33 - Autoren, die ich noch lesen will


Einen wunderschönen Sonntag,

wie gewohnt bin ich bei Ines' Aktion dabei, die heute fragt:

Von welchem Autor möchtest du irgendwann mal unbedingt ein Buch lesen?

Wo soll ich da anfangen? :D
Also, einmal Stephen King. Ich find Horrorfilme eigentlich immer ganz witzig, von daher sollte ich vielleicht auch mal langsam was von ihm gelesen haben - weiß da jemand ein Buch, mit dem man gut einsteigen kann? ^^
Dann Jane Austen, wobei das vermutlich erst mal auf "Stolz und Vorurteil" herauslaufen wird. Goethe, einfach um sich selbst eine Meinung zu diesem, ähm, Ruhm zu bilden.
Ava Reed und Asuka Lionera, weil beide einen ziemlich sympathischen Internetauftritt haben UND ihre Bücher ziemlich cool klingen.
Und Jennifer Estep, weil ihre Reihen überall total gut ankommen, ich aber bisher noch kein einziges Buch gelesen habe, obwohl die mich fast alle ansprechen. :D


So, ich hoffe, ihr geht heute alle wählen (zumindest die Volljährigen unter euch) und wünsche euch noch einen schönen Tag! ♥
Eure Dana

Freitag, 22. September 2017

5 gute Gründe, am Sonntag wählen zu gehen

Quelle
Hallo ihr Lieben,

ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass diejenigen von euch, die volljährig sind, am Sonntag wählen gehen, aber angesichts der oft eher geringen Wahlbeteiligung (bei der Bundestagswahl 2013 waren es 71,5% - also über ein Viertel der Bevölkerung, das nicht gewählt hat - Quelle) und der Tatsache, dass man tatsächlich gefragt wird, ob man wählen geht, ich mir daher Gedanken gemacht habe und so ein Blog auch irgendwie dafür da ist, diese Gedanken zu teilen, werde ich einfach mal nochmal die Gründe fürs Wählen auflisten, die IHR vermutlich eh kennt:

  1. Jede Stimme, die keine rechte Partei wählt, drückt den Prozentsatz der rechten Partei runter. Das ist eigentlich ganz einfach Mathematik: Wenn, sagen wir, zwei von zehn Leuten die AfD wählen, dann hat die 20%. Wählt jetzt aber noch eine elfte Person etwas anderes als die AfD, vollkommen egal was (sofern es nicht die nächste rechte Partei ist ^^), hat die AfD nur noch rund 18,2%.

  2. Wenn alle sagen, dass ihre kleine Stimme nichts verändert, dann verändert sich auch nichts. Überlegt mal, was es verändern würde, wenn alle wählen gingen, die sagen, ihre Stimme hätte kein Gewicht, vor allem, wenn sie dieselbe Richtung wählten. Da kann man dann lieber mit gutem Beispiel vorangehen und hoffen, mehr Leute zu animieren.

  3. Wer nicht wählen war, darf sich nachher eigentlich nicht beschweren. Wenn man eine Partei gewählt hat und die nicht regiert, kann man sich über die Regierung aufregen, wenn die Regierung nicht die versprochenen Ziele einhält, kann man sich aufregen, denn schließlich hat man versucht, etwas zu ändern beziehungsweise wurde "hintergangen". Aber sich aufzuregen, wenn man nichts dazu beigetragen hat ...

  4. Man sendet das Zeichen politischen Interesses. Wenn die Beteiligung gering ist, dann kann sich ein*e Politiker*in schnell denken, dass es eh niemanden interessiert, was er/sie macht. Ich meine, wenn niemand wählen geht, können wir gleich die Monarchie wieder einführen, wenn es eh niemanden interessiert, wer regiert. Bei höherer Wahlbeteiligung ist der Druck schon höher.

  5. Es sind Menschen für das Recht zu wählen buchstäblich gestorben. Stichwort Märzrevolutionen 1848/49, DDR, ... Menschen sind auf die Straßen gegangen, haben ihr Leben und ihre Freiheit riskiert, damit wird heute mitbestimmen dürfen, und wir betrachten es mittlerweile fast als selbstverständlich, statt dieses Opfer zu honorieren, indem wir dieses Recht wahrnehmen?
    Plus: Für Frauen gilt das doppelt, schließlich hat die Frauenbewegung nochmal extra für dieses Recht gekämpft, gegen gesellschaftlichen Spott, Rechtseinschränkung und so weiter. Frauen haben ihr ganzes Leben auf dieses Ziel ausgerichtet, für sie wäre/war es das größte Geschenk ihres Lebens gewesen.

So, meine Gedanken zum Sonntag.
Aber ich denke mal, die Volljährigen unter euch werden sowieso wählen gehen. ^^ Kennt ihr vielleicht noch weitere Gründe?

Eure Dana ♥

Dienstag, 19. September 2017

Rückblick über den Juli 2017

Hallo ihr Lieben,

so, nun auch mal mein Rückblick über den Juli, so langsam bin ich fast wieder pünktlich. :D

Irgendwie bin ich im Juli nicht so wirklich zum Lesen gekommen. Ich war eine Woche im Urlaub, was eine ziemlich tolle Zeit war, und danach ... weiß ich auch nicht so genau. Ich war insgesamt ein bisschen in Erholstimmung, hab mich ein wenig meinem Sozialleben gewidmet und so.

Gelesen habe ich sechs Bücher, dabei eins re-readet, eben nicht herausragend, aber ganz stabil. ^^ Und auch diesmal weitgehend gute Bücher, ich hab momentan echt Glück. Die Rezensionen sind im Titel verlinkt.


 Wie bereits in meinem Juni-Rückblick angedeutet, habe ich die Red Rising-Trilogie von Pierce Brown beendet. Eine mitreißende, fesselnde und epische Science Fiction-Story mit einem starken Helden mit Ecken und Kanten, tiefgründigen Charakteren, einem faszinierenden Setting, überraschenden Wendungen und der ständigen Frage nach Gut und Böse, Richtig und Falsch der Handlungen - sowohl der zweite Teil Im Haus der Feinde als auch der Abschluss Tag der Entscheidung konnten mich absolut überzeugen.
 Um den zweiten Band zu lesen und weil das erste Lesen schon ein wenig zurücklag, habe ich Die Feenjägerin von Elizabeth May nochmal gelesen. Auch diesmal konnte mich die düstere Geschichte im Steampunk-Setting, basierend auf keltische Mythen, mit der starken Protagonistin, der Action und den unterhaltsamen Dialogen überzeugen.
Die Fortsetzung Die Feenjägerin - Das verbotene Königreich übertraf das sogar noch, zeigte sich ebenso fesselnd mit sehr vielschichtigen Charakteren, die alle eine Vergangenheit besitzen, und düsteren Hintergründen.

 Mit Rache und Rosenblüte von Renée Ahdieh habe ich eine weitere Reihe beendet. Nach einem etwas vor sich hindümpelnden Anfang nahm die Geschichte mit den starken Protagonisten ab der Mitte wieder Fahrt auf, ehe das Ganze dann gelungen aufgelöst wurde.
Im Rahmen einer Leserunde auf Wasliestdu habe ich Sakura von Kim Kestner gelesen. Obwohl mich die Idee mit dem Bezug zur japanischen Kultur faszinierte, fand ich die Handlung kaum überraschend und hätte mir mehr Ausarbeitung gewünscht, gerade in Bezug auf die Charaktere. Auch die Liebesgeschichte konnte ich leider überhaupt nicht nachvollziehen.

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche!
Eure Dana ♥

Sonntag, 17. September 2017

Bookish Sunday #32 - Soundtrack eines Buches


Zur späten Stunde melde ich mich nochmal mit der wöchentlichen Aktion von Ines, die heute fragt:

Zu welchem Buch fällt dir ein guter Titelsong ein?

Schwierig, weil ich kaum Musik beim Lesen höre. Dennoch verknüpfe ich oft Lieder mit Büchern, wenn sie darin auftauchen.
Ein Lied, was in einem Buch auftaucht und auch noch perfekt zu der Story passt, weshalb ich es nach dem Lesen hoch und runter gehört habe, ist "November Rain" von Guns 'n' Roses, und das Buch, von dem ich rede, ist "Niemand liebt November" von Antonia Michaelis (hier kommt ihr zu meiner Buchvorstellung), einem wundervollen, genial geschriebenem, aber auch sehr emotionalem und mitreißenden Buch. Das Lied taucht nicht nur darin vor und hat einen ähnlichen Namen, sondern passt auch von der Stimmung her und wäre somit der perfekte Soundtrack - nichts zu vergessen, dass ich es seitdem nur noch mit diesem Buch verbinde. ^^

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!
Eure Dana ♥

Freitag, 15. September 2017

[Rezension] Ein Thron aus Knochen und Schatten


Autor: Laura Labas
Verlag: Drachenmond
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: März 2017
ISBN: 978-3-95991-293-8
Taschenbuch; 14,90€


Trilogie:
  • Ein Käfig aus Rache und Blut  [Rezension]
  • Ein Thron aus Knochen und Schatten
  • voraussichtlich: Eine Krone aus Herz und Asche (Erscheinungsdatum unbekannt)



! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !



Dienstag, 12. September 2017

[Re-Read-Rezension] Anna Dressed in Blood


Autor: Kendare Blake
dt.: Anna im blutroten Kleid
Verlag: TOR
Seiten: ca. 320
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978-0-7653-2867-0
Taschenbuch


Dilogie:
  • Anna Dressed in Blood
  • Girl of Nightmares

Hier kommt ihr zu meiner Rezension zu der deutschen Ausgabe.


Inhalt:

Während sich das Leben anderer Teenager um Schule, Freunde und Partys dreht, hat Cas sein ganzes Leben darauf ausgerichtet, das Erbe seiner Vorfahren anzunehmen und Geister zu jagen. Insgeheim ist sein Ziel, eines Tages den Geist endgültig zu töten, der seinen Vater umgebracht hat.
Diesmal führt ihn seine Profession nach Thunder Bay, einer kanadischen Kleinstadt - zu Anna dressed in blood, dem Geist eines jungen Mädchens, der jeden tötet, der die Schwelle zu seinem Haus überschreitet. Doch Cas wird von Anna verschont ...

Sonntag, 10. September 2017

Bookish Sunday #31 - Teuerstes und zuletzt verschenktes Buch


Hallo ihr da draußen,

heute hat Ines bei ihrer wöchentlichen Aktion wieder zwei Fragen für uns:


Welches Buch in deinem Regal hat mehr gekostet als die normalen Buchpreise (16-20€)?

Ich war gerade ernsthaft am Grübeln, weil mit 20€ eigentlich bei mir eine Schmerzgrenze erreicht ist, die ich so auch bisher nicht wirklich überschritten habe. Soll heißen: Die teuersten Bücher, die ich mir gekauft habe, haben maximal 20€ gekostet.
Bei näherem Durchforsten habe ich dann allerdings entdeckt, dass die letzten beiden Bände der Tintentrilogie von Cornelia Funke, also "Tintenblut" und "Tintentod", die ich vor Jahren, glaube ich, geschenkt bekommen habe, tatsächlich einen stolzen Preis von fast 23€ haben. Dafür kann man damit bestimmt auch Menschen erschlagen.


Welches war das letzte Buch, das du verschenkt hast?

Das müsste "Es war einmal Aleppo" von Jennifer Benkau gewesen sein, das ich einer Freundin zum Geburtstag geschenkt habe - warum das ein tolles Buch ist, könnt ihr hier in meiner Buchvorstellung nachlesen.


Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Sonntag!

Eure Dana

Donnerstag, 7. September 2017

Was kann einer schon tun?


Autor: Peer Martin
Verlag: Oetinger
Seiten: 112
Erscheinungsdatum: August 2017
ISBN: 978-3-7891-0867-9
Gebunden; 8,99€


Ich habe das Buch bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen.


Dieses Buch lässt sich keinem Genre zu ordnen. Es enthält keine Romanhandlung in dem Sinne, sondern vier Gespräche, die der Erzähler mit seinem Hund, einem deutschen Au-Pair-Mädchen, einem Flüchtling und seinem zehnjährigen Sohn führt. Vier Gespräche, die sich allesamt um die Rettung der Welt drehen.
Dass die Weltrettung ein sehr hoch gestecktes und für den Einzelnen kaum bewältigbares Ziel ist, wird dabei deutlich. Der Erzähler wendet sich bewusst an die Jugend und fragt danach, was man als Einzelperson verändern kann - bezogen auf Themen wie der Flüchtlingskrise, rechte Entwicklung in der Gesellschaft, Kriege, Klimawandel, Terrorismus, Toleranz und ähnlichen.
Durch die unterschiedlichen Gesprächspartner ergeben sich dabei unterschiedliche Perspektiven, so vertritt das Au-Pair-Mädchen in gewisser Weise eine typische deutsche Jugendliche, die sich überfordert von den Problemen fühlt und eigentlich nur ein eigenes Leben führen will, während der Flüchtling gerade auf Fremdenhass ein neue Sicht öffnet, der Sohn wiederum in seiner kindlichen Naivität die Lösungen banal erscheinen lässt.

Jedes einzelne der Gespräche enthält dabei zahlreiche Denkanstöße, die nachdenklich stimmen. Ideen, was man selbst verändern kann, aber auch Theorien dazu, wie Fremdenhass entsteht. Überlegungen, wie man sich verhalten soll, wo die Ursache der Probleme liegt - und letztendlich auch Anstöße dahingehend, das eigene Verhalten zu reflektieren, und die einen selbst animieren, etwas zu verändern. Dabei ist die Hauptbotschaft, dass schon kleine, alltägliche Dinge etwas verändern können.
Dabei ist das Buch in dem leicht poetisch anmutenden Schreibstil verfasst, den manche vielleicht schon aus dem anderen Buch des Autors, „Sommer unter schwarzen Flügeln", kennen, und der einen gerne die Gespräche verfolgen lässt.

Das Buch stellt Überlegungen dahingehend an, wie die Zukunft aussieht und was wir dazu beitragen können. Es versucht, Probleme nachzuvollziehen und ihrer Ursache auf den Grund zu gehen, aber auch Lösungen zu finden. 
Letztendlich wird aber vor allem der/dem Leser*in überlassen, welche Schlüsse er/sie darauszieht. Er/sie wird dazu anregt, sich selbst eine Meinung zu den Ideen zu bilden, selbst nach Lösungen auch in dem eigenen Leben zu suchen.

Fazit: Ein nachdenklich stimmendes Buch, das sich mit den Problemen unserer Gesellschaft beschäftigt und zahlreiche Denkanstöße liefert!


Vielen Dank an den Verlag und Lovelybooks!

Sonntag, 3. September 2017

Bookish Sunday #30 - ein Buch, das Fernweh weckt


Hallo und herzlich Willkommen zu der Jubiläumsausgabe von Ines' wöchentlicher Aktion - jedenfalls auf meinem Blog.

Ihre heutige Frage:

Welches Buch hast du mal gelesen, das in einem Land spielt, in das du deshalb gerne reisen würdest?

Ich hab mir erst mal stundenlang den Kopf über diese Frage zerbrochen, ehe mich ein Geistesblitz traf - Schlafmangel macht sich bemerkbar, da gibt es mir nämlich ein Buch, das perfekt zu der Fragepasst:
Seitdem ich "Daughter of Smoke and Bone" von Laini Taylor (im Übrigen der Auftakt zu einert tollen, außergewöhnlichen Trilogie!) gelesen habe, möchte ich unbedingt mal nach Prag. Ich glaube, es liegt einfach an der Beschreibung und der dargestellten Atmosphäre, jedenfalls habe ich mich darin verliebt und möchte auf jeden Fall mal in diese Stadt.

Habt ihr auch so ein Buch? Und wo möchtet ihr generell noch mal hin?

Eure Dana

Donnerstag, 31. August 2017

Das Auf und Ab - von guten und von schlechten Momenten

GBPicsOnline
Quelle
Es gibt Tage, an denen würde man am liebsten alles hinschmeißen. Wenn Posts, an den man Stunden saß, nicht kommentiert werden. Wenn einem der ganze Zeitaufwand einfach nicht mehr das Ganze wert erscheint, weil man sich nach jedem Buch ein, zwei Stunden hinsetzt und eine Rezension schreibt, täglich mindestens eine halbe Stunde bei anderen Blogs vorbeischaut und Kommentare hinterlässt, und dann wieder irgendwie kaum Rückmeldungen auf dem eigenen Blog erhält.
Vielleicht, weil man nicht so erfolgreich ist, so vernetzt, so talentiert. Vielleicht, weil das Bloggen nur eins von vielen Hobbys ist - und doch eins der Hobbys, die am meisten Zeit verschlingen.
Es gibt Tage, da sieht man sich seinen Blog an, und fragt sich, wofür man das eigentlich macht. Was die Welt ein kleiner Buchblog mehr oder weniger interessiert. Ob die anfängliche Euphorie nicht längst verfolgen, das, weswegen man angefangen hat, nicht längst Vergangenheit ist.

Und dann gibt es Tage, da öffnet man Blogger und findet lauter liebe Kommentare unter seinen Posts. Worte, die einen unwillkürlich lächeln lassen, egal, wie viele es sind. Denkanstöße, einfache Rückmeldungen. Dann gibt es Menschen, die man sonst vielleicht nie kennengelernt hat, aber die man trotzdem irgendwie liebgewonnen hat. Menschen, die die eigene Leidenschaft teilen, mit denen man diskutieren kann, scherzen, sich einfach austauschen, ohne sich je gesehen zu haben. Und Menschen, die man auch im echten Leben kennenlernt oder kennenlernen will.
Es gibt Tage, da liebt man dieses Hobby über alles, liebt die Community, das Schreiben, die anderen Blogger.

Aber ist es nicht mit jedem Hobby so, dieses Auf und Ab? Die Momente, an denen man es am liebsten aufgeben würde, und die, die einen wieder dafür brennen lassen?

Schreiben vergleiche ich immer gerne mit einem Auf und Ab zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Ich habe bisher keine Tätigkeit gefunden, bei der man ähnlich starken Stimmungsschwankungen unterliegt, von dem Glauben daran, dass das, was man aufs Papier bringt, wirklich Potenzial hat, bis zur absoluten Verzweiflung, weil man gefühlt nicht voran kommt und das alles der allerletzte Mist ist, der je geschrieben wurde. Von Momenten, in denen man am liebsten den ganzen Tag schreiben würde und sich sicher ist, dass man irgendwann veröffentlicht wird, hin zu denen, in denen man einfach aufhören würde, weil man es einfach nicht kann und die Scheiße die ganze Arbeit nicht wert ist.
Und ich glaube, ein bisschen ist das bei jedem Hobby so. Beim Bloggen. Beim Schreiben. Beim Tanzen.

Rückschläge und Momente, in denen man irgendwie nicht weiterkommt, passieren immer und sie haben zudem die nervige Angewohnheit, dass sie gerne im Rudel auftreten. Und dann passiert es schnell, dass all die Dinge, weshalb man dieses Hobby überhaupt ausübt, in den Hintergrund treten und man darüber nachdenkt, es aufzugeben. Manche Hobbys haben irgendwann vielleicht auch ihre Schuldigkeit getan, passen nicht mehr zu einem oder haben ihre Leidenschaft verloren. Für andere aber lohnt es sich zu kämpfen.
Die Zähne zusammenzubeißen und einfach weiterzumachen. Einen neuen Post zu schreiben, selbst wenn keiner ihn kommentiert. Die nächsten Seiten zu überarbeiten, selbst wenn ich das in zwei Wochen wieder umschreiben muss. Weiterzutrainieren, selbst wenn man das Gefühl hat, kein bisschen besser zu werden. Weiterzumachen.

Und wenn man weitermacht, wird man irgendwann feststellen, dass diese Momente vorbeigehen. Dass man die Leidenschaft wieder spürt, voller Motivation ist und sich am liebsten Tag und Nacht diesem Hobby widmen würde. Dass man sich fragt, wie man je hat daran zweifeln können. Wenn man alles daran liebt - die Kommentare, die anderen Blogger. Die eigene Welt, die eigenen Charaktere. Die Eleganz, die fließenden Bewegungen.

Das Ding mit Hobbys ist, sie haben ihre Schattenseiten. Sie machen nicht immer nur Spaß. Aber diese Momente wechseln sich ab, und es ist wichtig, sich in den schlechten auch an die guten zu erinnern. Und einfach weiterzumachen. Denn das zeichnet wahre Leidenschaft aus: Weiterzumachen, auch wenn es gerade nicht so viel Spaß macht, auch wenn man gerade Rückschläge erleidet. Denn letztendlich erreicht man so mehr, weil man sich weiterentwickelt. Und kommt dann irgendwann zu Erfolgserlebnissen, die all die Mühen wieder rechtfertigen.

Eure Dana

Sonntag, 27. August 2017

Bookish Sunday #29 - Buch unter 100 Seiten


Diese Woche bin ich wieder bei Ines' Aktion dabei. Die heutige Frage:

Hast du ein Buch unter 100 Seiten im Regal? Würdest du sowas lesen?

Yep und offensichtlich schon. Genaugenommen habe ich erst letztens zwei Klassiker mit unter 100 Seiten gelesen, was einem bei dem Genre insofern zugute kommt, als dass man nicht so ewig daran liest. Genaugenommen waren es "Die Verwandlung" von Franz Kafka und "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann, die ich hier besprochen habe.
Außerdem keine 100 Seiten hat "Le Petit Prince", zu deutsch "Der kleine Prinz", von Antoine de Saint-Exupéry, das ich vor zwei Jahren gelesen habe (hier mein Eindruck), wobei das ein Kinderbuch ist und die bekanntlich generell nicht so viele Seiten haben.

Ich muss allerdings sagen, während das bei Klassikern oder Kinderbüchern ganz angenehm ist, ziehe ich bei Fantasy oder Contemporary eine höhere Seitenzahl vor, allein, weil eine geringere Seitenzahl doch Entwicklung und die Ausarbeitung von Tiefe stark hemmt. Soll heißen: Auf wenig Seiten eine gelungene und tiefgründige Geschichte zu schreiben erfordert schon ein gewisses Können, jedenfalls bei solchen Genres.

Wie seht ihr das?

Ich wünsche euch noch ein schönes Restwochenende! ♥
Eure Dana

Mittwoch, 23. August 2017

Die Verwandlung [und] Der Sandmann


Die Verwandlung  (Franz Kafka)


Ich habe mich wirklich bemüht, offen an das Buch heranzugehen, ohne eine abgeneigte Grundeinstellung. Nichtsdestotrotz blieb mein Haupteindruck am Ende: Verstörend.

Ein junger Mann, der eines Morgens als Käfer aufwacht, jedoch kein bisschen in Panik gerät, sondern das mit einem Gleichmut hinnimmt, ja, sogar plant, sein Leben wie gewohnt fortzusetzen, jedoch zunehmend in seinem neuen Dasein hinvegetiert - verstoßen, wenn auch noch verpflegt von seiner Familie. Verstörend? Definitiv.
Zumal die Erzählung auch mit keiner Moral, keinem Drama in dem Sinne aufwartet. Und damit dem/ der Leser*in vollkommen selbst überlässt, was er/ sie daraus macht. Und Interpretationen gibt es ja genug, von Offenlegung menschlicher Abgründe hin zur Enttarnung des Widerspruchs innerer Sehnsüchte, während der Schreibstil fast distanziert lediglich die Begebenheiten wiedergibt, ohne wirklich zu werten.
Was den Schreibstil anging, so empfand ich ihn, trotz der altmodischen Züge (das Buch wurde schließlich 1912 verfasst), als recht einfach zu lesen, zumindest bin ich flüssig durchgekommen und nirgends dran gestolpert. Überhaupt bekommt man das Buch - auch dank der dünnen Seitenzahl, die bei meiner Ausgabe etwa 90 Seiten umfasst - ziemlich schnell durch, was es einfacher macht, diesen Klassiker auch mal zwischendurch zu lesen.

Im Endeffekt hätte ich es mir, beruhend auf die Entsetzensschreie, die man beim Namen Kafka meist hört, weitaus schlimmer vorgestellt, auch wenn die Geschichte selbst durchaus verstörend anmutet.


Der Sandmann  (E.T.A. Hoffmann)


Für alle, die den Inhalt nicht kennen: Der junge Student Nathanael glaubt in einem Kaufmann Coppelius wiederzuerkennen, der früher öfter bei ihm zuhause zu Besuch war, den Kindern dort die Freude verdarb und der für den jungen Nathanael die Figur des grausamen Sandmanns aus dem Ammenmärchen verkörperte, der Kinder die Augen nimmt. Nathanael sieht sich zunehmend verfolgt und einem dunklen Wahn ausgesetzt, von dem ihn auch seine Verlobte Clara nicht zur Räson bringen kann.

Als Werk der Romantik lebt dieses 1816 erstmals erschienene "Schauermärchen" von den dunklen Seiten, dem Unheimlichen, dem Unterbewusstsein, dem Hang zur Unwirklichkeit. Somit ist man sich auch als Leser*in nie hundertprozentig sicher, was Nathanaels Einbildung entspringt und was nicht, zumal die letztendliche Deutung offen gelassen wird. Das Buch wird seiner Beschreibung als "Schauermärchen" auch durchaus gerecht, die Figur des Coppelius bzw. die des Kaufmanns ist definitiv unheimlich und düster, ebenso wie die Vorgänge.
Auch der Wahn, in dem sich Nathanael zunehmend verliert, vertieft dieses Düstere. Es macht ihn nicht unbedingt sympathischer oder seine Handlungen nachvollziehbarer, aber darum geht es schließlich auch gar nicht. Das Ganze mag so auch zwischendurch verstörend anmuten, aber je nach Interpretation kann man das auf dunkle Mächte schieben, oder rational als Einbildung und Wahnsinn sehen.

Mit den zirka 45 Seiten ist auch dies ein Klassiker, den man recht schnell durch hat und daher auch mal eben lesen kann. Allerdings ist die Sprache weitaus komplizierter. Verschachtelte Sätze, sehr bildreiche Sprache, Metaphern, überaus poetische Vergleiche und das alles in dem altmodischen Stil macht es schwer, das Buch zu verstehen, sodass man recht langsam und teilweise Sätze auch mehr als einmal lesen muss. Zwischendurch spricht der Erzähler einen fast direkt an und legt alternative Anfänge dar, die er statt dreier Briefe hätte wählen können, und impliziert dabei, dass es sich um eine echte Geschichte handle. Wenn man sich auf diese Geschichte einlässt, erwartet einen eine düstere und unheimliche Story voller Wahnsinn zwischen Einbildung und Wirklichkeit.

Montag, 21. August 2017

Der Juni im Zeichen von Rick Riordan

Hallo ihr Lieben,

heute blicke ich mal auf meinen Juni zurück.

Privat liefen da vor allem Sachen wie Abiball und Abschlussparty sowie Abistreich ab. Und auf einmal liegen 12 Jahre Schule wirklich hinter einem und man ist nicht länger Schüler*in. Was immer noch ziemlich unglaublich ist, genauso wie die Tatsache, dass man jetzt wirklich das Abitur hat, dass sich das ganze Lernen gelohnt hat und dass das nun hinter einem liegt (also, bis es an der Uni weiter geht :D). Ziemlich merkwürdig.

Da ich jetzt auch Zeit hatte, habe ich gleich mal 11 Bücher gelesen, davon zehn auf Englisch und sechs ReReads. Wobei das definitiv ein Rick-Riordan-Monat war, und dessen fesselnder Schreibstil an der Menge der Bücher nicht unbeteiligt sein dürfte. 
Und letztendlich waren es alles Highlights, für die ich alle eine Leseempfehlung ausspreche.


Zu Beginn habe ich erstmal die Percy Jackson-Reihe re-readet, um mir wieder die Details in den Kopf zu rufen. Diese Reihe bedarf, glaube ich, keine weiteren Erläuterungen, falls doch, verweise ich hier auf meine spoilerfreie Schwärmerei Reihenvorstellung.
Actionreiche Handlung, individuelle, vielschichtige Charaktere, Percy selbst, den man einfach lieben muss, die Einwebung der griechischen Mythen, die einem quasi nebenbei erklärt werden und der immer mitschwingende Sarkasmus ... einfach eine tolle Reihe! ♥

Im Anschluss habe ich gleich mit der The Heroes of Olympus-Reihe weitergemacht - endlich habe ich es geschafft, sie zu lesen!
Obwohl ich Angst hatte, da Spin Off könnte das Original kaputtmachen, schlechter sein oder so, wurde ich hier voll und ganz überrascht, denn das Spin Off kann das Niveau absolut halten und riss mich daher genauso mit wie die Vorgänger.
Am Ende muss ich wehmütig Abschied nehmen - hier findet ihr meine Vorstellung dieser Reihe.
Tja, einsam und allein, und hier jetzt irgendwie nicht so ganz reinpassend habe ich noch Red Rising von Pierce Brown re-readet, um anschließend die beiden Fortsetzungen zu lesen - die ihr dann im Juli-Rückblick findet.
Was soll ich sagen, das Buch ist der Auftakt zu einer tollen Science Fiction-Trilogie mit einem vielschichtigen Helden mit Ecken und Kanten, einer fesselnden, spannenden und actionreichen Handlung, einem mehr als faszinierenden Setting und der Frage nach Moral und Gerechtigkeit. Ein mitreißender erster Band, der durch die beiden Fortsetzungen noch übertroffen wird. Hier findet ihr meine Rezension zum ersten Band.


Ich wünsche euch noch einen schönen Tag! ♥

Eure Dana

Samstag, 19. August 2017

[Rezension] Partials - Ruinen



Autor: Dan Wells
Übersetzer: Jürgen Langowski
amerik. Originaltitel: Ruins (2014)
Verlag: ivi
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 13.04.2015
ISBN: 978-3-492-70284-3
Gebunden mit Schutzumschlag; 19,99€


Partials-Trilogie:

! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !


Donnerstag, 17. August 2017

Einblick in meine Klassiker-Wunschliste

Hallo ihr Lieben,

in diesem Post habe ich darüber geredet, dass ich mehr Klassiker lesen möchte. Da ich gefragte wurde, möchte ich euch heute auch ein paar Bücher vorstellen, die sich auf der ominösen Klassiker-Wunschliste, von der ich gesprochen habe, befinden.
Vielleicht habt ihr ja auch schon Bücher davon gelesen oder wollt sie noch lesen, lasst mir also gerne eure Gedanken zu den Büchern da ... Vielleicht motiviert mich das ja. ^^


Stolz und Vorurteil / Pride and Prejudice (Jane Austen)

Dieses Buch will ich schon eeewig lesen. Einfach, weil es gefühlt der Klassiker ist, auf den es im Contemporary-/Fantasy-Bereich die meisten Anspielungen gibt, und der, der gemeinhin sogar meist gemocht wird. Allerdings habe ich mir parallel zu diesem Vorhaben in den Kopf gesetzt, englischsprachige Bücher bevorzugt im Original zu lesen, und da das Englisch von "Pride and Prejudice" als nicht sonderlich einfach gilt, schleiche ich noch so ein bisschen darum herum. Andererseits - Shakespeare habe ich schließlich auch überlebt. ^^

Eine Weihnachtsgeschichte / A Christmas Carol (Charles Dickens)

Hier gibt es so viele Verfilmungen und Adaptionen, und mich würde einfach mal das Original interessieren.

Die unendliche Geschichte (Michael Ende)

Das ist so ein Buch, das von vielen Bloggern immer wieder als Lieblingsbuch oder ein Buch, das das ihnen viel bedeutet/ sie beeinflusst hat, genannt wird. Und das ich irgendwie noch nicht gelesen habe. Das Buch zählt auch eher zu den neueren Klassikern und spricht einen ja schon von der Thematik so als Buchliebhaber an.

Die Leiden des jungen Werther (Johann Wolfgang von Goethe)

Ja, ich habe mir in den Kopf gesetzt, freiwillig Goethe zu lesen. xD Eine Freundin von mir mochte dieses Buch aber ganz gerne, zudem ist die Diskussion um den Werther-Effekt gerade mit der Verfilmung von "Tote Mädchen lügen nicht" bekanntermaßen wieder aufgekommen und der Inhalt fasziniert mich auch irgendwie.

Nussknacker und Mäusekönig (E.T.A. Hoffmann)

Ich habe letztens "Der Sandmann" von dem Autor gelesen (Meinung folgt) und das offensichtlich überlebt. xD Dieses Buch spricht mich als jemand, der selbst tanzt, auch als Vorlage für das bekannte Ballett (und den Barbie-Film xD) an, und ich bin gespannt darauf, wie die Geschichte sich im Original verhält.

Das Parfüm (Patrick Süskind)

Auch eins der bekanntesten Klassiker, und mich fasziniert diese düstere Thematik, dieses psychopathische.

Das Bildnis des Dorian Gray / The Picture of Dorian Gray (Oscar Wilde)

Klingt auch vom Inhalt ganz interessant. ^^


Welche davon kennt ihr? Welche habt ihr gelesen und wie fandet ihr sie? Welche wollte ihr noch lesen? Und welche Klassiker könnt ihr generell empfehlen?

Eure Dana

Dienstag, 15. August 2017

Rückblick über den Mai 2017

Hallo ihr da draußen,

ich habs dann auch endlich mal geschafft, meinen Rückblick für den Mai zu schreiben. (Ist ja auch quasi erst vor kurzem passiert. xD)

Im Mai fand die Endphase meines Abis statt, unter anderem hatte ich da meine mündliche Prüfung. Obwohl ich relativ viel zuhause war, habe ich nur prokrastiniert. Irgendwann hatte ich immer den Druck im Hinterkopf, lernen zu müssen, weshalb ich es nicht geschafft habe, mich groß auf ein Buch oder das Schreiben zu konzentrieren. Da ich mich aber auch nicht zum Lernen aufraffen konnte, habe ich vor allem prokrastiniert - fragt mich auch nicht, was ich mit all der Zeit gemacht habe. Ich weiß es nicht. :D

Gelesen habe ich fünf Bücher, davon drei Re-Reads und vier Highlights, also ein sehr gelungener Monat. ^^


Es war einmal Aleppo von Jennifer Benkau ist eins der Highlights und ein Buch, das ich jedem ans Herzen legen kann. Es thematisiert auf authentische und emotional mitreißende Weise die Flüchtlingskrise und Vorurteile sowie Fremdenfeindlichkeit - auch bei Menschen, bei denen man es normalerweise nicht erwarten würde, wie hier der eigenen Familie. Hier kommt ihr zu meiner Buchvorstellung.
Für dich soll's tausend Tode regnen von Anna Pfeffer (hier findet ihr meine Rezension) habe ich nach meiner letzten schriftlichen Prüfung gelesen und bekommen, was ich erwartet habe: ein unterhaltsames, kurzweiliges, witziges Buch für Zwischendurch mit einer skurrilen Idee und einer süßen Liebesgeschichte. Getrübt wurde das nur dadurch, dass die Charaktere doch recht stereotypisch sind.


Nachdem ich mein Abi dann endlich hinter mir hatte, bin ich eine vertraute Welt eingetaucht: Die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, auch weil ich sie zum vermutlich vierzehnten Mal gelesen habe, und sie zu lesen, war wie nach Hause kommen. Nach Hause zu den vertrauten, lieb gewonnen Charakteren, der Handlung und vor allem dem humorvollen Schreibstil, der mich immer wieder zum Grinsen bringt. Meine Geschichte mit der Trilogie und wieso ich sie eigentlich gefühlt dauernd lese findet ihr hier
Von daher: Immer wieder ein Highlight!


So, das war mein Mai. Ich gebe mir wirklich Mühe, weiter absolut unpünktlich mit meinen Rückblicken zu bleiben - ich gelobe auch mal keine Besserung, ich kenn mich ja. :D

Liebe Grüße, Dana ♥