Sonntag, 25. Juni 2017

Bookish Sunday #23 - Dünne oder dicke Bücher?



Hallo meine Lieben,

Ines' Frage für diesen Sonntag:

Liest du lieber dünne oder dicke Bücher?

Eigentlich ist mir die Dicke eines Buches relativ egal, solange sie der Geschichte gerecht wird. Das heißt, wenn eine Geschichte auch auf wenigeren Seiten erzählt wird, sollte man sie auch nicht ausschlachten, umgekehrt ist es schade, wenn man merkt, dass mehr Seiten der Geschichte gut getan hätten. Das hängt von der Geschichte ab, manche brauchen mehr Seiten, manche weniger.
Im Gegensatz zu den meisten anderen finde ich dicke Bücher auch nicht sooo respekteinflößend - okay, bei 1000 Seiten dann irgendwann doch schon. :D Aber prinzipiell versprechen mehr Seiten auch. dass die Geschichte nicht zu schnell endet, und da ich eine relativ schnelle Leserin bin, begrüße ich das grundsätzlich, auch wenn ich nichts gegen dünne Bücher haben, wenn die Geschichte trotzdem gelungen erzählt wird.
Dabei finde ich es manchmal etwas schade, dass dünne Bücher teilweise fast so viel kosten wie doppelt so dicke, das schreckt ein bisschen ab. Dennoch sollte man ihnen vielleicht öfter eine Chance geben.
Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, würde ich vermutlich trotzdem dicke Bücher wählen, weil mehr drin ist und die Geschichte nicht so schnell endet - vorausgesetzt, die Geschichte ist gut, umgekehrt ist es natürlich wieder anstrengend, wenn man sich noch durch einen Berg Seiten quälen müsste, aber dann könnte man schließlich auch wieder das Buch abbrechen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
Eure Dana ♥

Freitag, 23. Juni 2017

Meine Schullektüren in der Oberstufe

Ich dachte mir, ich gebe einfach mal rückblickend ein Statement zu einigen Schullektüren ab, die ich im Verlauf der Oberstufe so gelesen habe. Dabei versuche ich auch mal, meine persönliche, aufgrund des Zwangs entstandene Abneigung zurückzustellen und die Bücher objektiv zu betrachten.


Dantons Tod (Georg Büchner)

Ich muss sagen, ich bin einfach kein Fan von Dramen. Was dieses ausmacht, ist die Nähe zu den historischen Vorbildern aus der Französischen Revolution, die so auch den Leser ein Stück weit in diese Zeit versetzt. Und dass der Titel quasi das ganze Stück spoilert, was allein schon den Großteil der Tragik schafft.
Ich bin irgendwann nicht mehr mitgekommen mit den Unmengen an Charakteren, die darin auftauchen. Der Protagonist Danton ist ein ziemlicher Antiheld mit seiner Scheiß-egal-dann-sterb-ich-halt-Einstellung, während der Antagonist - Robespierre - erstaunlicherweise sogar Tiefe zeigt, sodass ich in einer Szene fast Mitleid mit ihm hatte, wenn er sich von seinen Freunden verraten und sich selbst einsam fühlt. Aber auch Danton verbirgt eine gewisse Vielschichtigkeit, dadurch, dass diese Scheiß-egal-Einstellung schwankt und auch seine Skrupel ans Tageslicht kommen.
Worauf man sich einstellen muss, sind ziemlich viel philosophischer Kram und zig Anspielungen auf vor allem griechische und römische Mythen, von denen ich die meisten selbst als Percy Jackson-Fan nicht kannte.

Échancrure (Michel Le Bourhis)

Ein Junge aus der Unterschicht stiehlt Bücher, wird von einer alten Lehrerin erwischt, die ihm dann aber das Buch kauft. Er steht auf die Freundin seines besten Freundes, die er vor ihrem gewalttätigen, alkohlabhängigen Vater beschützt, kann den neuen Freund seiner ihm nahestehenden Mutter nicht ausstehen und glaubt, keine Zukunft zu haben. Alles in allem also eine klassische Schullektüre mit gesellschaftlichen Problemen und Raum zum Diskutieren.
Dazu in relativ schwierigem Französisch und mit alles andere als fesselnder Handlung.
Das Einzige, was mich an diesem Buch wirklich faszinierte, war die Liebe des Protagonisten zu den Büchern, die ich sehr gut nachvollziehen konnte. Er streichelt liebend gern über den Buchrücken, riecht an den Seiten, will sie besitzen - na, kommt euch das auch bekannt vor? Und seine Bücher bewahrt er auf wie Schätze, bemüht sich, sie nicht auch nur im Geringsten zu Schaden kommen zu lassen und zieht gebundene Ausgaben vor. Selbst wenn er sie dann nicht mal liest.
Der Rest war irgendwie ganz nett, aber auch ziemlich offen.

The Crucible (Arthur Miller)

Das Buch basiert auf die historisch tatsächlich stattgefundene Hexenjagd in Salem und handelt davon, wie eine Gruppe Mädchen willkürlich quasi ein ganzes Dorf der Hexerei beschuldigen, was ziemlich ausartet. Die Anführerin hatte tatsächlich aber eine Affäre mit dem Mann, in dessen Haushalt sie mal gearbeitet hat, und will jetzt eigentlich nur dessen Frau loswerden. Ziemlich viele Intrigen also. Erstaunlicherweise gab es aber Szenen, deren Tragik mich tatsächlich berührt hat.

The Great Gatsby (F. Scott Fitzgerald)

Ich muss ehrlich sagen, dieses Buch ist Anwärter auf meine liebste Schullektüre. Ich habe es wirklich ziemlich gern gelesen. Der Schreibstil ist unglaublich atmosphärisch, die Charaktere tiefgründig, vielschichtig und manchmal muss man sie irgendwie mögen. Die Tragik des Ganzen ist bittersüß, die Moral schmerzhaft. Aber allein die Figur des Gatsby hat mich unheimlich fasziniert, ihre Geschichte, ihre Hintergründe und ihre Tiefe.

La chica de los zapatos verdes (Jordi Surís Jordà)

Bei diesem Buch von erstaunlich einfach zu verstehendem Spanisch handelt es sich genaugenommen um einen typischen Kriminalroman, der allerdings dadurch überraschte, dass die Handlung nicht ganz so vorhersehbar war, wie ich erst vermutet hatte. Sie ist manchmal ein wenig skurril, aber gerade in der Auflösung nicht uninteressant. Als Schullektüre also insgesamt ziemlich angenehm.

Ingrid Barbendererde (Uwe Johnson)

Dieses Buch nervt dadurch, dass es alle Regeln der deutschen Grammatik bricht. Kommata werden willkürlich gesetzt, Satzbau durcheinandergebracht und nach drei Seiten lernte das Buch beim ersten Lesen aus reiner Frustration meinerseits fliegen (was insofern für sich spricht, als dass ich normalerweise jedes Buch wie einen kleinen Schatz behandle ^^).
Allerdings trug die intensive Unterrichtsbesprechung dazu bei, dass ich dem Buch am Ende doch noch irgendwie etwas abgewinnen konnte. Weil die Charaktere letztendlich doch irgendwie lebensecht gezeichnet waren und die Handlung die Situation in der DDR gelungen widerspiegelt.
Was mich zu der Erkenntnis bringt, dass eine intensive Analyse manchmal auch den Blick und die Anerkennung für solche Kunst weckt. Und Kunst, auch die des Schreibens, muss ja nicht immer angenehm zu lesen sein.

La vie comme Elva (Jean-Paul Nozière)

Der Klappentext verspricht die Liebesgeschichte zweier Mädchen, die eine Tochter von Eltern, die gerade gefeuert wurden, woraufhin sie sie animiert, zu streiken, die andere Tochter des Chefs. Von Liebe gegen soziale Gegensätze ist im Klappentext die Rede. Ich wurde bitter enttäuscht.
Das Ganze ist Liebe auf den ersten Blick, das Buch handelt nur vom Streiken und es juckt einfach niemandem, dass die beiden Mädchen aus unterschiedlichen Milieus stammen und in so einer Streiksituation eigentlich auch auf unterschiedlichen Seiten stehen. Schon gar nicht die Eltern. Ich hätte mir hier einfach ein bisschen mehr Konflikt gewünscht, stattdessen dreht es sich alles nur um den Streik und die Liebesgeschichte spielt sich eher im Hintergrund ab. Nicht genug, um tatsächlich eine Hintergrundstory zu sein, hier wurde letztendlich einfach ziemlich viel Potenzial ungenutzt gelassen.


Kennt ihr vielleicht eins der Bücher? Wenn ja, wie fandet ihr es?

Eure Dana

Mittwoch, 21. Juni 2017

Warum ich die Edelsteintrilogie zum vierzehnten Mal gelesen habe ...


Autor: Kerstin Gier
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 2009/2010
Gebunden mit Schutzumschlag (15,99€ - 18,99€) / Taschenbuch (13,99€ - 15,99€)


Trilogie:
  • Rubinrot
    (ISBN: 978-3-401-06334-8, Seiten: ca. 350)
  • Saphirblau
    (ISBN: 978-3-401-06347-8, Seiten: 400)
  • Smaragdgrün
    (ISBN: 978-3-401-06348-5, Seiten: ca.500)

Klappentext Band 1:

Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16-jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel in London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert! Quelle



Es gibt Bücher, die kann man irgendwann einfach nicht mehr objektiv bewerten, weil man so von dem eigenen subjektiven Eindruck geprägt ist. Bücher, die man vor langer Zeit gelesen und geliebt hat, und die man immer wieder lesen könnte.
Zu diesen Büchern zählt diese Trilogie.

Sie gehört zu meinen ersten Jugendbüchern, ich habe sie das erste Mal vor zirka sieben Jahren gelesen, und gleichzeitig sind dies auch die Bücher, die ich am häufigsten gelesen habe.
Erst habe ich sie ausgeliehen, dann irgendwann zum Geburtstag geschenkt bekommen, und immer wieder gelesen, gerade weil das die Zeit war, in der ich zu viel Freizeit und zu wenig Bücher hatte, sodass ich quasi jedes Buch in meinem Regal mindestens zweimal gelesen habe.
Diese Trilogie habe ich allerdings nicht nur zweimal, sondern gleich vierzehnmal gelesen, einmal auch laut, um das Vorlesen zu üben. Ich konnte Textstellen irgendwann auswendig, beim x-ten Lesen fielen mir noch versteckte Details auf, die mir vorher entgangen waren, irgendwann kannte ich alle Stränge und Verbindungen.
Dann habe ich sie etwa vier Jahre lang nicht gelesen, ehe ich mich jetzt, nach dem Abi, an das vierzehnte Mal gewagt habe.

Mir war schlichtweg nach genau dem, was dann auch eingetroffen ist: Das Lesen war wie warme Schokolade, wie die warmen Sonnenstrahlen an einem Sommertag, wie nach Hause kommen. 
Nach Hause kommen zu den bekannten Charakteren und der bekannten Handlung, die einem schon vor langer Zeit ans Herz gewachsen sind. Zu dem absolut genialen Humor, der mich immer wieder zum Lachen bringt. Zu all dem, was vertraut und deswegen nicht weniger unterhaltsam ist. Und obwohl ich natürlich längst alle Wendungen, Anspielungen und Hintergründe kannte, las ich die Trilogie trotzdem innerhalb von zwei Tagen durch.

Und dabei fiel mir nur wieder auf, wie sehr ich dieses Geschichte liebe. Alles an ihr. Wie sehr ich jede einzelne Textstelle liebe, auch die, die am zweiten Lesen geprägt von Fremdschämen oder Missverständnissen sind. Wie gesagt, es ist in gewisser Hinsicht wie nach Hause kommen.
Natürlich fallen einem irgendwann dann auch die Details auf, die unlogisch sind und sich widersprechen, aber ehrlich gesagt trübte das meinen Lesegenuss kein bisschen. Zumal diese kleinen Ungereimtheiten verblassen angesichts des komplett durchgedachten, sehr komplexen und überaus gelungenen Konstrukts, das die Autorin erschaffen hat. Und was ist schon perfekt? ^^ Ist das wirklich wichtig?

Als ich dann am Ende angelangt bin, hätte ich am liebsten sofort wieder von vorne begonnen. Weil ich diese Geschichte liebe, weil sie so vertraut ist, ein Ort, zu dem man immer wieder zurückkehren kann. Eine Geschichte, die beim Lesen einfach glücklich macht.

Dienstag, 13. Juni 2017

Es war einmal Aleppo

Unter Flüchtlingen ist es doch wie überall auf der Welt. Es gibt gute Menschen, es gibt schlechte Menschen. Und es gibt schlechte Menschen, die aus schlechten Gründen Gutes tun und gute Menschen, die aus guten Gründen Schlechtes tun. (Seite 66)



Autor: Jennifer Benkau
Label: INK REBELS
(Taschenbuchausgabe gedruckt im Amrûn Verlag)
Seiten: 510
Erscheinungsdatum: 2016
ISBN: 978-3-95869-277-0
Taschenbuch mit Klappenbroschur; 14,90€


Die Menschen brauchen einen Sündenbock, und da werden Fremde immer gern genommen. (Seite 138)

Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses Buch rezensieren und bewerten sollte.
Den Schreibstil? Der ließ mich durch die Seiten gleiten, ließ die Gefühle wirklich werden und fasste so manche Grausamkeit eiskalt in Worte.
Die Charaktere, die an echte Menschen angelehnt sind? Die Handlung, die so in etwa tausendfach passiert ist, ausgenommen die sich wirklich nachvollziehbar und süß entwickelnde Liebesgeschichte?

Man merkt dem Buch die im Nachwort beschriebene sehr gute Recherche an und vor allem, dass Jennifer Benkau auf ihre eigenen Erfahrungen in ihrem Ehrenamt zurückgegriffen hat. Auf Erzählungen realer Menschen und auf zahlreiche Interviews und Besuche von Erstaufnahmeeinrichtungen.
Es ist schwer, ein Buch zu bewerten, das irgendwie nur die Situation aus dem Sommer 2015 darstellt, eine Situation, die einem selbst aus den Nachrichten durchaus bekannt ist. Und die mit diesem Buch doch in gewisser Weise alltäglicher, realer wird.

In dem Buch wird man als Leser vor allem mit zwei Bereichen konfrontiert, die mich dazu veranlasst haben, dass ich das Buch teilweise beiseitelegen musste, weil ich fassungslos und wütend ob dieser Ungerechtigkeit war: Das Schicksal der Flüchtlinge und die Fremdenfeindlichkeit der Deutschen.
Ersteres lässt in mir persönlich immer den Wunsch aufkommen, einfach alle Menschen aufzunehmen, weil sie so viel durchgemacht haben, so viel erlitten haben. Weil Krieg grausam und ungerecht und brutal ist. Weil diese Menschen alles verloren haben und dann hier auch noch auf Ablehnung stoßen. Seien es Länder, die die Aufnahme verwehren, undurchsichtige Bürokratie aus endlosen Asylanträgen oder ebenjene Fremdenfeindlichkeit, die ich wohl nie begreifen werde.
Und während sich die Wogen der Flüchtlingskrise auch dank des fragwürdigen Deals mit der Türkei zunehmen glätten, wird das Thema Fremdenfeindlichkeit angesichts des steigenden Populismus immer aktueller.

Toni selbst lebt in einer Familie, die alles andere als begeistert davon ist, dass in ihrer Nachbarschaft plötzlich ein Flüchtlingsheim ist. Nachdem Toni als Kind ansehen musste, wie ihr Vater von südländisch aussehenden Männern krankenhausreif geschlagen wurde, hat sie Angst vor Migranten. Auch die Ressentiments in ihrer Familie teilt sie anfangs. Doch dann folgt sie zögernd der Aufforderung ihrer engagierten besten Freundin Fee, in dem Camp zu helfen und beginnt, ihre Ansichten zu überdenken.
Gleichzeitig begegnet sie in ihrer Familie immer wieder Vorurteilen und hier zeigt die Autorin gekonnt, wie diese auch in einem scheinbar ganz gewöhnlichen, gutbürgerlichen und eigentlich doch gar nicht rassistischen Umfeld auftreten. In der eigenen Familie, bei Menschen, von denen man das so nicht erwarten wollte.
Die Autorin zeigt auch, wie wenig hinter diesen Vorurteilen steckt, wie sehr diese die Augen vor dem Schicksal der Menschen verschließen und lässt sie so nur noch unfassbarer wirken. Sie gibt Einblicke die jeweiligen Kulturen, in die Hintergründe der Flucht und des syrischen Bürgerkrieges, alles, ohne dass Infodump auftritt. Nur Fassungslosigkeit angesichts der Ungerechtigkeit.
Gleichzeitig hebt die Autorin auch das Engagement von Flüchtlingshelfern hervor - und deren Hilflosigkeit in Anbetracht der Lage.

Das Buch hat mich mitgenommen, zum Nachdenken anregt, hat mich berührt, wütend und ungläubig gestimmt und hat mich auch nach dem Lesen nicht losgelassen. In jedem Fall ist es ein sehr empfehlenswertes Buch, gerade weil es so gut geschrieben ist, mit unheimlich vielschichtigen Charakteren und einer mehr als authentischen Handlung.

Freitag, 9. Juni 2017

Maybe Someday [oder] Das Buch, bei dem ich mich in einem ewigen Zwiespalt befinde



Autor: Colleen Hoover
dt. Maybe Someday
Verlag: Simon & Schuster
Seiten: ca. 370
Erscheinungsdatum: 2014
ISBN: 978-1-47113-551-4
Taschenbuch


Spin-Off: Maybe not


Ich wünschte, ich wäre nach dem Lesen zu einer eindeutigen Bewertung gelangt. Aber genaugenommen bin ich schon mit gemischten Gefühlen an das Buch herangegangen.

Erst mal zum Inhalt: Nachdem Sydney an ihrem 22. Geburtstag erfährt, dass ihr Freund Hunter sie mit ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Tori betrogen hat, bricht ihre Welt zusammen und sie steht auf einmal ohne Wohnung da. Doch ihr Nachbar Ridge, dem sie jedes Mal zugehört hat, wenn er abends auf dem Balkon Gitarre spielte, nimmt sie kurzerhand bei sich auf, nachdem er ihr Talent entdeckt hat, ihm beim Songschreiben zu helfen. Von Anfang an spüren die beiden eine Anziehung zueinander - aber Ridge hat eine Freundin, die er über alles liebt und Sydney fühlt sich längst nicht wieder bereit für eine Beziehung.

Um mein Problem zu erklären, muss ich euch kurz meine Hintergründe erläutern: In den letzten Jahren habe ich trotz des Colleen-Hoover-Hypes vor allem die negativen, kritischen Stimmen wahrgenommen, die ihr beispielsweise ein sexistisches Frauenbild vorwerfen, obwohl ich selbst vor meiner Bloggerzeit "Weil ich Layken liebe" gelesen habe und es damals nicht so schlecht fand - etwas, das heute möglicherweise anders wäre, aber das kann ich so nicht beurteilen. Von daher habe ich auch nie das Bedürfnis verspürt, weitere Bücher von Colleen Hoover zu lesen. Dieses Buch war dann allerdings ein Geschenk von einer Freundin, die es geliebt hat, also beschloss ich, ihm eine Chance zu geben.
Während des gesamten Lesens kämpften aber zwei Seiten in mir: Die, die es nicht mögen wollte und die, die sich dachte, dass an dem Hype was dran sein muss und die Freundin nicht enttäuschen wollte. Gewonnen hat keine der beiden Seiten, von daher kann ich auch keine Bewertung abgeben, sondern euch nur darlegen, was ich als kritisch empfunden habe und was mir positiv aufgefallen ist.

Was man dem Buch lassen muss: Es ist unterhaltsam, an einigen Stellen fast witzig und flüssig zu lesen, teilweise auch durchaus fesselnd. Das Englisch habe ich als relativ einfach empfunden. Zu Beginn des Buches gibt es einen QR-Code, über den man den im Buch auftauchenden Soundtrack, vertont von Griffin Peterson, parallel dazu hören kann, was eigentlich eine ziemlich coole Idee ist.
Das Buch beginnt kurz nachdem Sydney herausgefunden hat, dass die beiden wichtigsten Menschen in ihrem Leben sie betrogen haben, springt dann kurz zurück, kommt aber relativ schnell zur Sache. Insgesamt wird die Geschichte abwechselnd aus Sydneys und Ridges Sicht erzählt.

Was ich auch ziemlich gut umgesetzt fand, war Ridges Gehörlosigkeit. Ich meine, ich bin nicht taub oder habe großartig Erfahrungen damit, weshalb ich die Authentizität nicht beurteilen kann, aber ich mochte es, dass er es nicht als Behinderung sieht, weil er eben nichts anderes kennt, und es trotzdem Momente gibt, in denen er diesen Nachteil als störend empfindet. Auch wenn also Probleme durchaus gezeigt werden, ist es leicht, es zu vergessen, weil die Kommunikation trotzdem funktioniert und in gewisser Weise normal wird - Nachrichten auf dem Handy oder Laptop, Notizzettel, Gebärdensprache.
Me: Why didn't you tell me you were deaf?
Ridge: Why didn't you tell me you could hear? (Seite 50)
Und in der Beziehung zwischen den beiden (also auch auf der anfangs betont freundschaftlichen Ebene) ist es teilweise ganz berührend, weil Ridge Musik vor allem über die Vibration wahrnimmt und das eine ganz neue Perspektive öffnet.

Kommen wir also zu dem Konflikt des Ganzen. Ich hatte bei der Geschichte teilweise das Gefühl, mich in einem Wagen zu befinden, der ab einem bestimmten Punkt der Handlung auf einen Abgrund zurast, dann aber im allerletzten Moment noch die Kurve kriegt, während er mit einem Rad schon den Bodenkontakt verloren hatte. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Kurve auch gekriegt habe oder aus dem Wagen geschleudert wurde.
Die Sache ist die, der Konflikt an sich ist eigentlich ganz gelungen. Sydney weiß aus erster Hand, wie sehr dieser Vertrauensbruch schmerzt, Ridge liebt seine Freundin Maggie wirklich, Maggie ist ein toller Mensch und Sydney will ihr nicht wehtun. Also wehren sich Ridge, der trotzdem nie aufhört, Maggie zu lieben, und Sydney mit aller Gewalt gegen die Anziehung. Die Frage, ob man zwei Menschen lieben kann und trotzdem einen für die Treue zum anderen "opfern" sollte, stellt also hauptsächlich diesen Konflikt.
Zwischendurch kam mir der Gedanke, warum Sydney nicht einfach zu Beginn auszieht, sobald sie merkt, dass sie keine Gefühle entwickeln will (nicht, dass das in der Geschichte nicht thematisiert wird), aber na ja, Dumbledore hätte Tom Riddle auch einfach als kleines Kind töten können, Dornröschens Eltern hätten die dreizehnte Fee einfach einladen können usw. Ihr merkt, worauf ich hinauswill.

Einige Elemente fand ich etwas zu tragisch, der ganze Konflikt wird oft thematisiert und irgendwann habe ich nur noch mit den Augen gerollt, wenn einer der beiden wieder vor sich hin verzweifelte, weil er/sie ja seine/ihre Gefühle nicht verleugnen kann, aber das nicht darf etc. pp. 
Allerdings ist das einfach der Stil. Drama, Herzschmerz - wem das gefällt, der dürfte sich hier aufgehoben fühlen. Das ist in anderen Büchern dieses Genres mit Sicherheit nicht anders.
Dabei läuft auch einiges über körperliche Anziehung, wobei ich nicht sagen würde, dass innere Werte dabei außer Acht gelassen werden. Auch dies würde ich als genrebedingt ansehen - klärt mich auf, falls ich da falsch liege. Auf jeden Fall sollte man durchaus eine leichte Vorliebe für Romantik und Kitsch mitbringen.
Ich würde auch nicht sagen, dass einer der beiden kontrollierter oder schwächer ist, da stehen sie sich in nichts nach. Mir ist das zwischendurch alles ein bisschen auf die Nerven gegangen und ich persönlich war immer Team Maggie, aber das hat eher was mit mir zu tun. Auch wie man das Ende sieht, bleibt jedem selbst überlassen, denke ich.
Was ich aber auch ganz faszinierend fand, war, dass Ridge und Sydney immer total ehrlich zueinander waren, was das Ganze auf eine sehr offene Ebene gestellt hat.

Mit Sydney bin ich nicht wirklich klargekommen. Ich fand gleich zu Beginn, dass sie doch ein sehr altmodischen Rollenbild hat, wobei das auch die einzige Stelle war, der man eine sexistische Färbung vorwerfen könnte. Stellt sich die Frage, ob ein altmodischen Rollenideal zwangsläufig sexistisch ist, aber das wäre noch mal einen eigenen Post wert.
Am I ready for this guy to be the guy I bring dinner to every night when he gets home from work? (Seite 14)
Ich hätte ja gesagt, kann er sich selbst machen, aber wie gesagt, dem widme ich wahrscheinlich nochmal einen eigenen Post. Abgesehen davon kommandiert Hunter Sydney sowieso dauernd herum ("Hol mir ein Bier!" ... und sie holt es) weil er eh ein Arschloch ist, da stellt sich eher die Frage nach Sydneys Typvorstellungen, aber auch das wird später aufgegriffen.
Dass sie das mit sich machen lässt, hob sie nicht gerade in meiner Achtung, aber ich meine, sie trennt sich schlussendlich von ihm und sieht ihn auch als Arschloch.

Ich fand es etwas irritierend, wie Sydney von Ridge aufgenommen wird, dann aber erst mal Dusche und Alkohol fordert, aber na ja. Sie kann auch mitfühlend sein. 
Gerade zum Ende hin ist mir aufgefallen, wie oft sie eigentlich heult - nun gut, sie wurde gerade von ihrem langjährigen Freund mit ihrer besten Freundin betrogen und ist eben ein sehr, äh, emotionaler Mensch. Das heißt, ihr kommen quasi bei jeder etwas größeren Gefühlsregung die Tränen.
Wenn ich so darüber nachdenke, bleibt sie insgesamt auch eher blass. Ich meine, sie macht entgegen dem Willen ihrer Eltern ein Musikstudium, von dem man nichts mitbekommt, schreibt Lyrics, glaubt, nicht singen zu können, und, äh ... Ja.

Ridge war mir da schon weit sympathischer, auch wenn man hier auf die tragische Vergangenheit nicht verzichten konnte, ist er immerhin kein Bad Boy, sondern offen, durchaus verletzlich, deutlich weniger blass im Vergleich zu Sydney, sehr loyal und seine Attraktivität ist eben durchaus nachvollziehbar.
Was man auch einige Nebencharakteren lassen muss, ist, dass immerhin Tiefgründigkeit angedeutet wird. Das Potenzial wird nicht immer wirklich genutzt, aber Warren, Ridges anderer Mitbewohner, wirkt zwar wie ein Aufreißer, allerdings merkt man schnell, dass viel mehr und auch ein sehr liebenswerter Mensch dahinter steckt.

Fazit: Insgesamt wären das dann also so zwei bis drei Büchlein. Ich hab mich zwischendurch durchaus unterhalten gefühlt, und auch wenn es Stellen gab, die mich genervt haben, was auch einfach an meinem persönlichen Geschmack liegen kann, und Dinge, die vielleicht problematisch sind, wurde der Konflikt letztendlich doch ganz gut thematisiert, wenn auch mit relativ viel Drama. Sydney war mir persönlich zu blass und teilweise auch nicht ganz sympathisch, andere Charaktere kommen da weit besser weg, allen voran Ridge, dessen Taubheit ich persönlich ganz gut umgesetzt fand.

Mittwoch, 7. Juni 2017

[Rezension] Für dich soll's tausend Tode regnen


Autor: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Seiten: 320
Erscheinungsdatum: 12.09.2016
ISBN: 978-3-570-17155-4
Taschenbuch mit Klappenbroschur; 14,99€


Klappentext:

Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit mit Erik zu verbringen …

Sonntag, 4. Juni 2017

Bookish Sunday #22 - Klassiker


Heute mache ich mal wieder bei Ines' Aktion mit, deren heutige Frage ist:

Welchen Klassiker möchtest du mal lesen?

Ich hab letztens in einem Anflug von Motivation eine ganze Wunschliste von Klassiker zusammengestellt. Auf jeden Fall möchte ich noch "Pride and Prejudice" / "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen lesen. Dann "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende. Und dann einfach noch ein paar Klassiker, entweder um am Ende begründet zu sagen, warum die sterbenslangweilig sind, oder überrascht zu werden. :D
Aktuell liegt tatsächlich auch noch "Die Verwandlung" von Kafka auf meinem SuB - mal sehen, wann ich mich dazu aufraffen kann. ^^

Gibt es Klassiker, die ihr empfehlen könnt oder von denen ihr absolut abraten würdet?

Ich wünsche euch noch ein schönes Pfingstwochenende!
Eure Dana ♥

Mittwoch, 31. Mai 2017

The Perks of Being a Wallflower

So, I guess we are who we are for a lot of reasons. And maybe we'll never know most of them. But even if we don't have the power to choose where we come from, we can still choose where we go from there. We can still do things. And we can try to feel okay about them. (Seite 228)


Autor: Stephen Chbosky
dt.: Das ist also mein Leben (bzw.: Vielleicht lieber morgen)
Verlag: Simon & Schuster
Seiten: ca. 230
Erscheinungsdatum: 1999
ISBN: 978-1-84739-407-1
Taschenbuch
(Gebunden)


And I wonder if anyone is really happy. I hope they are. I really hope they are. (Seite 26)

Dieses Buch wurde ja unglaublich gehypt, sodass ich es letztendlich einfach lesen musste, weil so viele so unglaublich begeistert klangen und mich die Grundidee auch durchaus ansprach.
Ich weiß nicht, ob ich deswegen dann auch zu hohe Erwartungen hatte, jedenfalls habe ich quasi das ganze Buch darauf gewartet, dass es mich vom Hocker reißt, mich mitnimmt und genauso begeistert wie alle anderen, aber das war nicht so wirklich der Fall. Ich meine, es war ganz gut, unterhaltsam, gelungen geschrieben und alles, aber es hat mich einfach nicht vom Hocker gerissen. Ich habs flüssig durchgelesen, aber es hat mich nicht mitgenommen. 
Somit kam ich gegen Ende dann zu dem Schluss, dass es ein ganz nettes Buch, aber leider nichts umwerfendes war ... und dann kam der Abschluss und überrumpelte mich komplett. Das Ende sorgte dafür, dass meine Gedanken letztendlich doch noch um das Buch und seine Geschichte kreisten, es rückte das Buch in ein neues Licht und macht es lesenswert.

And I think everyone is special in their own way. (Seite 196)

Dabei handelt es sich bei dem Buch genaugenommen um einen Briefroman, denn es besteht aus lauter Briefen, die der Protagonist Charlie an eine unbekannte Person schickt, auch wenn ihr Inhalt mehr an Tagebucheinträge erinnert.
Inhaltstechnisch ist es das Sinnbild eines Coming of Age-Romans: Ein Junge auf der Suche nach sich selbst, erste Partys. erster Alkohol, erste Drogen, erste Zigaretten, erster Schwarm, familiäre Probleme und der Versuch, einen Platz in der Welt zu finden. Typisches Erwachsenwerden also. Genau das dominiert auch die Handlung: ein Schuljahr, in dem Charlie neue Erfahrungen sammelt, Freunde findet, Sachen ausprobiert und ähnliches. Dadurch gibt es auch keinen direkten roten Faden, den Großteil des Lesens war ich wie gesagt der Meinung, es handle sich um nette kleine Briefe aus dem Leben eines Teenagers.

But because things change. And friends leave. And life doesn't stop for anybody. (Seite 156)

Dabei ist Charlie durchaus kein gewöhnlicher Teenager. Er ist introvertiert, eher schüchtern und zu Beginn weitgehend freundeslos - ein klassisches Mauerblümchen also. Vor allem ist er unheimlich niedlich, weil er in einigen Bereichen ziemlich naiv ist - nicht auf die nervige, sondern auf die niedliche Weise. Auf der anderen Seite hinterfragt er aber auch die Welt, die Menschen, die Gesellschaft, und man merkt, dass er zudem auch ein sehr intelligenter Junge ist.

"Not everyone has a sob story, Charlie, and even if they do, it's no excuse." (Seite 30)

Und dann gibt es aber auch Anspielungen und Momente, in denen das typische Erwachsenwerden überschattet wird von Charlies ganz eigenen Problemen. Man merkt schnell, dass er auch manchmal psychische Probleme hat. Das wird allerdings auf eine gelungene Weise umgesetzt, sodass diese letztendlich nicht hervorgehoben oder direkt thematisiert werden. Charlie ist ein ganz gewöhnlicher Teenager, der dann eben manchmal ganz selbstverständlich von seinem Psychiater erzählt. Er ist trotz seiner Probleme ein normaler Junge und nicht außergewöhnlich anders, krank oder was auch immer. Dadurch werden die entsprechenden Probleme entstigmatisiert, ohne verharmlost zu werden.

"Charlie, we accept the love we think we deserve." (Seite 27)

Was die anderen Charaktere angeht, so gibt es auch hier keine Schwarz-Weiß-Sicht, im Gegenteil. Jeder hat Gründe für sein Verhalten.
Auch das Englisch ist recht einfach zu verstehen, ich habe das Buch flüssig durchgelesen.


Sonntag, 28. Mai 2017

Bookish Sunday #21 - liebste Märchenadaption und Steigerung des Lesetempos


Heute bin ich wieder bei Ines' Aktion dabei, ihre Fragen für heute:

Was war deine liebste Märchenadaption?

Genaugenommen habe ich gar nicht mal so viele Märchenadaptionen gelesen. Zum Teil dürfte da wohl "Zorn und Morgenröte" (Renée Ahdieh; Rezi) als Adaption von "Tausendundeine Nacht" hineinfallen, das mich überzeugt hat.
Explizit fällt mir da spontan nur "Marmorkuss" (Jennifer Benkau; Rezi) ein, eine sehr gelungene Adaption von Dornröschen, bei dem sich ein Charakter nach hundert Jahren Schlaf auf einmal mit der modernen Welt konfrontiert sieht.

Welches Buch hattest du schon mal schneller durch als normal? (z.B. ein Tag statt eine Woche)

Das kann ich jetzt so schwer beurteilen. Ich bin generell eine relativ schnelle Leserin, auch wenn es Bücher gibt, für die ich länger brauche und welche, die ich schneller durchbekomme - letztere sind vor allem oberflächlichere, lockerer geschriebene Geschichten.

Ich wünsche euch noch einen schönen Restabend!
Eure Dana

Dienstag, 23. Mai 2017

[Gequatsche] Neues Design, fast fertig mit dem Abi und Lagebericht

Einen wunderschönen guten Abend,

wie ihr unschwer erkennen könnt, habe ich mein Design etwas verändert. Mit dem alten war ich schlichtweg nicht mehr so ganz zufrieden. Das neue ist jetzt zwar extrem ungewohnt, weshalb ich noch nicht dafür garantieren kann, dass ich es morgen direkt wieder umstelle, aber ... nein, ich hoffe doch, erst mal nicht. :D Lasst mir doch gerne eure Meinung zu dem neuen Design da. ^^

Ansonsten bin ich mit den Abiprüfungen jetzt erst mal durch. Ich hatte ja gedacht, man würde sich jetzt irgendwie befreit fühlen, aber eigentlich bin ich eher müde. Was dazu führt, dass ich mich momentan auch zu nichts aufraffen kann (außer zum Design ändern xD), von daher kann ich nicht versprechen, dass es hier jetzt sofort viel lebendiger wird.
Ich habe einige Postideen -  ausstehende Rezensionen und Dinge, die mir noch auf dem Herzen liegen, nicht zu reden von den unzähligen ausstehenden Monatsrückblicken seit Herbst letztens Jahres, die ich vermutlich entweder ganz untern Tisch fallen lasse oder zusammenfasse - und hoffe, dass ich endlich dazu komme, mehr zu lesen. Momentan bin ich total in Re-Read-Stimmung und würde am liebsten alle meine Lieblingsbücher noch mal inhalieren - in den letzten beiden Tagen habe ich das schon mit der Edelsteintrilogie getan. Einfach, weil das so unheimlich entspannend und wie nach Hause kommen ist.
Auch zum Schreiben möchte ich eigentlich wieder komme, aber ich hatte nicht vor, das jetzt zu überstürzen. Möglicherweise müsst ihr euch also noch ein bisschen gedulden, bis es hier wieder aktiver wird. Vielleicht habe ich auch schon morgen mehr Lust, wer weiß. ^^

Alles Liebe,
eure Dana

Sonntag, 21. Mai 2017

Bookish Sunday #20 - verhasstes Ende


Hallo ihr Lieben,

heute mal der Bookish Sunday in der Jubiläumsedition. :D Ines' Frage für diese Woche:

Bei welchem Buch würdest du das Ende gerne ändern?

Es gibt ein paar Bücher, mit deren Ende ich nicht hundertpro einverstanden war, weil sie unschlüssig waren oder mich unzufrieden zurückgelassen haben. Oder weil es einfach nicht passte. Das Ende trägt meiner Meinung nach maßgeblich zu dem Eindruck bei, den ein Buch hinterlässt und kann somit ziemlich viel zerstören.
Und dann gibt es natürlich auch Bücher, deren Ende ich am liebsten geändert hätte, weil zum Beispiel ein sehr liebgewonnener Charakter stirbt. Und doch bin ich gleichzeitig auch eine Verfechterin der Auffassung, dass es manchmal auch Sad Ends geben sollte (wenn das nur in jedem zehnten Buch der Fall wäre, würde man sich trotzdem nie wieder sicher sein). Denn so gern man sie umschreiben möchte, manche passen auch zur Geschichte.
Und so muss ich bei einigen Enden, die ich subjektiv betrachtet am liebsten ändern würde, objektiv zugeben, dass es vielleicht sogar kein besseres Ende gegeben hätte, sodass ich sie dann irgendwie doch mag. Nicht als Fangirl, aber als Leserin.

Ich will jetzt hier auch gar kein Beispiel nennen, viele dieser Enden leben vor allem durch den Überraschungseffekt. Aber es gibt mindestens ein Buch, dessen Ende ich in meinem Kopf zig Mal verändert habe, auch wenn es irgendwie passt. Objektiv betrachtet. Auch wenn ich mir subjektiv natürlich ein anderes wünsche.

Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche! ♥
Eure Dana

Sonntag, 14. Mai 2017

Bookish Sunday #19 - Lieblingscharakter


Huhu,

bald bin ich mit meinen Prüfungen durch und kann mich wieder mehr meinem Blog widmen - ich hab zig Postideen, vor allem was Laber-/Gedankenposts angeht, außerdem habe ich noch vier unrezensierte Bücher ... 
Heute nehme ich aber erst mal wieder an Ines' Aktion teil. Die heutige Frage:

Dein Lieblingscharakter?

Schwierig zu sagen. Prinzipiell ist Celaena Sardothien aus "Throne of Glass" (Sarah J. Maas) immer ziemlich weit an der Spitze, diejenigen, die mir schon länger folgen, dürften das wissen. ^^
Also ja, das dürfte mein Lieblingscharakter sein, wobei es in der Buchwelt ja von unzähligen tollen Charakteren nur so wimmelt. Percy Jackson ist bei mir auch ganz vorne mit dabei, mein Lieblings-Hauptnebencharakter ist wahrscheinlich Phoenix aus der "Erwacht"-Reihe von Jessica Shirvington.

Ich wünsche euch einen tollen Start in die neue Woche!
Eure Dana

Dienstag, 2. Mai 2017

Wer erinnert sich noch an den .... Liebster Award? :D

Ich dachte mittlerweile wirklich, er wäre ausgestorben. Ich habe mich getäuscht. :o

Mittlerweile zum unglaublichen vierzehnten Mal wurde ich von der lieben Violetta hier getaggt - danke dafür! :D 
Wer mir länger folgt, weiß, dass ich keine Gelegenheit auslasse, ihn weiter zu sammeln und die Fragen zu beantworten. Sollte dieser Tag jemals wirklich aussterben, werde ich wahrscheinlich eine Petition unterschreiben, die sich für seine Existenz einsetzt. Irgendwas würde schließlich auch fehlen.


Hübsches Bild mittlerweile. ^^

Regeln sparen wir uns, die kennt ihr sowieso eh alle. Stattdessen leg ich gleich mit den Fragen los:

1.) Welche drei Blogs gehören zu deinen meistbesuchten?

Keine Ahnung. :D Ich habe wahrscheinlich einen Haufen Blogs, von denen ich jeden Post lese, von daher lassen sich da kaum drei herauskristallisieren.

2.) Nimmst du an Aktionen teil? Wenn ja, welche?

Wie genau definiert man "Aktionen"? Ich lasse mir Lesenächte von Ines ungern entgehen und bin auch bei ihren "Bookish Sundays" dabei. Mehr oder weniger regelmäßig. Gegen Leseduette/-runden habe ich auch grundsätzlich nie was, im Gegenteil. Nur bei verlagsgesteuerten Bloggeraktionen bin ich eher seltener dabei.

3.) Bittest du regelmäßig Verlage um Zusendung von Rezensionsangeboten?

Ehrlich gesagt frage ich abgesehen vom Bloggerportal eigentlich keine Verlage an, ich gewinne dann eher hin und wieder bei Leserunden in Buchcommunities. Und auch beim Bloggerportal ist das eher selten, weil ich auch wirklich Zeit für Rezensionsexemplare haben will und mich das Buch schon ansprechen sollte. 

4.) Wie viele Bücher liegen zurzeit auf deinem SuB?

Süße dreizehn plus zwei, drei Klassiker, die ich mir in einem Anflug von Motivation bzw. im Anflug eines Selbstbildungsauftrages mal geholt habe. Kafka zum Beispiel. Meinung kommt bestimmt. Irgendwann.

5.) Von welchem/-r Autor/-in besitzt du die meisten Bücher?

Rick Riordan dürfte da das Feld anführen, weil ich sowohl die Percy Jackson-Pentalogie, als auch die Kane Chronicles-Trilogie und die Heroes of Olympus-Pentalogie (letztere leider noch ungelesen) besitze.

6.) Gibt es Buchreihen, die du abgebrochen hast?

Klar. Manchmal ist es mir das das Geld dann einfach nicht wert. Wobei es auch einige Reihen gibt, bei denen ich mir noch unsicher bin.
"Teardrop" von Lauren Kate habe ich abgebrochen, weil ich selbst das Buch nur mittelmäßig fand und alle anderen von der Fortsetzung enttäuscht waren. "Bad Romeo & Broken Juliet" (Leisa Rayven) habe ich abgebrochen, weil ich den ersten Teil eher schlecht fand. "Dämonentochter" (Jennifer L. Armentrout) habe ich abgebrochen, als ich festgestellt habe, dass das  "Vampire Academy" (Richelle Mead) ein wenig zu ähnlich ist (siehe hier). "Obsidian" (Jennifer L. Armentrout again) habe ich abgebrochen, weil ich von dem ersten Band schlichtweg enttäuscht war,
Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. ^^

7.) Liest du Klassiker?

Also, der Ansatz ist da, siehe Frage 4.). xD
Bisher hat sich das ziemlich auf Schullektüren beschränkt. Eine Ausnahme war zum Beispiel "Vom Winde verweht", das mich allerdings so enttäuscht hat, dass ich meine Gedanken leider in einem kleinen Rant loswerden musste. Da war mir auch relativ egal, dass es ein Klassiker war. :D
Allerdings habe ich mittlerweile eine kleine Wunschliste mit Klassiker erstellt, die ich lesen möchte, weil ich mich zunehmend da heranwagen möchte. 

8.) Gibt es eine Buchfigur, von der du dir wünscht, sie wäre real?

Ähm, ich glaube, da gäbe es einige Charaktere, bei denen es schon ganz cool wäre, sie im echten Leben kennenzulernen, aber bei den meisten hätte ich vermutlich recht wenig davon. Sie würden mich vermutlich ignorieren und weiter die Welt retten ... oder so. xD
Okay, so spontan fällt mir kein Charakter ein, bei dem ich den brennenden Wunsch hätte. Es wär cool, klar, bei ziemlich vielen, aber ob uns das so weiterbringt ... :D

9.) Wie viele Bücher zieren dein Regal?

Wenn man die Kinderbücher mitzählt, über 500. *Augen zu halt*
Ich weiß auch nicht, wie das passiert ist. Oder wann. :x

10.) Schreibst du selber oder hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt?

Ich, äh, schreibe selber. Oder so. Also abgesehen davon, dass ich seit bestimmt einem halben Jahr kaum etwas geschrieben habe, aus Stress und Zeitmangel. Und dass ich seit Jahren in der Überarbeitung eines Projektes feststecke.
Aber ja, eigentlich schon. 

11.) Wie stellst du dir den Alltag eines Autors vor?

Den eines disziplinierten "Ich setz mich jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit an den Schreibtisch und schreibe mein festgesetztes Wortziel"-Autors oder den des prokrastinierenden "Oh, guck mal, das Internet, wie spannend!"-Autors? ^^
Den eines selbstständigen Nur-Autors oder des gewöhnlichen Nebenjob-Autors? Mit oder ohne Familie? Exzentrischer Nachtschreiber oder effizienter Einplaner? Mit oder ohne Katze?


So, damit wären wir dann auch schon wieder am Ende angelangt. Es freut mich, dass ihr euch an der Erhaltung dieses Awards beteiligt und ich hoffe, ihr habt noch eine schöne Woche!

Eure Dana ♥

Samstag, 29. April 2017

[Rezension] Die Chroniken der Fae - In Liebe und Hoffnung


Autor: Ruth Frances Long
Übersetzer: Karen Gerwig
ir. Originaltitel: A Darkness at the End: The shadows know your name (2016)
Verlag: cbt
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 17.04.2017
ISBN: 978-3-570-31140-0
Taschenbuch; 9,99€

Die Chroniken der Fae-Trilogie:

! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !



Sonntag, 23. April 2017

Bookish Sunday #18 - Interessantes E-Book und zuletzt gelesener Klassiker


Hallo ihr Lieben,

momentan und auch noch in der nächsten Zeit ist es wieder etwas stiller hier, weil ich kaum Zeit zum Vorbereiten von Posts finde und in den nächsten zwei Wochen Abiturklausuren anstehen. 
Heute mache ich aber erst mal wieder bei Ines' Aktion mit und beantworte ihre Fragen:

Welches Buch willst du unbedingt lesen - welches es nur als E-Book gibt?

Oha. Speziell kann ich da keins nennen, da ich mir Bücher, von denen ich weiß, dass es sie nur als E-Book gibt, schon gar nicht erst näher angucke, um so ein Dilemma zu vermeiden, da ich generell keine E-Books lese. Wobei es bei Impress schon ein paar interessante Titel gibt, die dann in Reichweite rücken, wenn Ausnahmen als Taschenbuch erscheinen.

Welches war der letzte Klassiker, den du gelesen hast?

Genaugenommen lese ich momentan "The Great Gatsby" (F. Scott Fitzgerald) als Vorbereitung auf mein Englisch-Abi. Ich muss sagen, ich mag die Geschichte und auch den Schreibstil, und dieses Buch dürfte Potenzial dazu haben, meine Lieblings-Schullektüre zu sein. ^^

Ich wünsche euch noch einen schönen Welttag des Buches! ♥
Eure Dana

Mittwoch, 12. April 2017

Survivor - Die Lebensgeschichte eines Mannes, der den Holocaust in mehrfacher Hinsicht überlebt hat



Autor: Sam Pivnik
dt.: Der letzte Überlebende: Wie ich dem Holocaust entkam
Verlag: Hodder & Stoughton
Seiten: ca. 340
Erscheinungsdatum: 2012
ISBN: 978-1-444-75839-9
Taschenbuch
(Gebunden)



Heute möchte ich euch mal ein für meine Lesegewohnheiten eher ungewöhnliches Buch vorstellen, das deshalb keine Bewertung bekommt, weil es eine Autobiografie ist.
Es ist die Autobiografie von Sam Pivnik, der 1926 in eine jüdische Familie geboren und in Bedzin (Polen) nahe der deutschen Grenze aufgewachsen ist. Nach dem Einmarsch der Deutschen 1939 kam er erst in ein Ghetto in seiner Heimatstadt, ehe er 1943 nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde, wo der Großteil seiner Familie direkt bei der Ankunft in die Gaskammern geschickt wurde. Er dagegen überlebte, nicht nur Auschwitz, sondern auch den Todesmarsch, ehe er im Mai 1945 befreit wurde. Heute lebt er in London.

Wie will man so ein Buch bewerten? Ich kann es nicht, aber ich wollte es euch trotzdem vorstellen, weil diese Lebensgeschichte gelesen werden sollte. Weil dieses unmenschlichen, grausamen Verbrechen in der Erinnerung bleiben müssen.
Obwohl ich mich durchaus mit dem Thema schon intensiver auseinander gesetzt habe, gab dieses Buch mir das Gefühl, keine Ahnung von der wirklichen Grausamkeit im alltäglichen Leben gehabt zu haben. Deshalb ist eine Biografie so viel mehr wert als reine Daten: Sie verleiht den unbegreiflichen Fakten ein Gesicht. Und doch werde ich vielleicht nie verstehen, wie Menschen zu dieser Grausamkeit fähig sein konnten. Wie Menschen anderen Menschen sowas nur aufgrund ihrer Religion oder Nationalität antun konnten.
Denn diese Autobiografie verwehrt einem den Sprung in die historische Distanz, viel mehr zeigt sie, dass das genauso Menschen waren wie wir heute, Opfer wie Täter. Und macht die Verbrechen damit nur unbegreiflicher.

Sam Pivnik hat mehrfach überlebt und hatte mehrfach mehr als Glück. Und doch ist seine Lebensgeschichte so leidgetragen, dass sie einem das Herz zerreißt, weil sie eine Ahnung des Ausmaßes seines Verlustes vermittelt. Den Verlust seiner gesamten Familie, seiner Jugend, seiner Heimat. Denn bei dem Einmarsch der Deutschen war er erst 13, bei der seiner Befreiung 18 Jahre alt. Er kann bis heute seinen Geburtstag nicht mehr feiern, weil er am 1. September geboren wurde.
Ich war oft fassungslos angesichts dessen, was er erfahren hat - beispielsweise wurde er bei seiner Ankunft in Auschwitz von einem Mitgefangenen vergewaltigt. Und es gelingt mir auch nicht, meine Gefühle während des Lesens in Worte zu fassen.
Gleichzeitig ist auch Sam Pivniks Stärke bewundernswert, weil er, trotz dass er alles verloren hat, nie aufgegeben hat, für sein Leben zu kämpfen, selbst wenn das bedeutet hat, sich selbst zu demütigen.
Umso dankbarer können wir sein, dass er seine Geschichte, dieses Zeugnis mit der Welt teilt. Denn die Erinnerung ist immer noch wichtig - die Erinnerung an Verbrechen, die nie wieder geschehen dürfen.

Sonntag, 9. April 2017

Bookish Sunday #17 - Buchzitate


Hallo ihr Lieben,

wie gewohnt nehme ich zur späten Stunde noch an Ines' Aktion teil. Die heutige Frage ist:

Welcher Buchsatz ist dir im Kopf geblieben?

Ehrlich gesagt gibt es da mehrere, von daher zeige ich euch mal meine Lieblingszitate, weil ich mich schlichtweg nicht entscheiden kann. :D

„Wie überflüssig, sich damit zu beschäftigen, was hätte sein können, Kind“ ("Smaragdgrün", Kerstin Gier, S.9)
Libraries were full of ideas - perhaps the most dangerous and powerful of all weapons. ("Throne of Glass", Sarah J. Maas, S.55/56)
“You could rattle the stars. [...] You could do anything, if you only dared. [...]” ("Throne of Glass", Sarah J. Maas, S.399)
Das Leben besteht leider eben
nur selten auch aus Leben. ("Niemand liebt November", Antonia Michaelis, S.110)
Das Leben war eine Ansammlung von Fluren, die man entlangging, ohne zu wissen, was für Räume an ihrem Ende lagen. ("Niemand liebt November", Antonia Michaelis, S.114)
Und weil der Tod das Ende eines jeden Lebens ist, wird er wohl nichts dagegen haben, wenn jedes Leben bis hin zum Tod unsterblich ist. ("Da vorne wartet die Zeit", Lilly Lindner, S.126) 
Everyone lives a self-centered life.
From the world’s greatest humanitarian to these incredible nuns who work in slums, everyone wakes up each morning thinking about herself. ("Cold Fury", T.M.Goeglein, S.61)
Sometimes , whether a chance pays off or not, it has to be taken, since the “taking” part is the whole transformative point. ("Flicker & Burn", T.M.Goeglein, S.66/67)
It’s so easy to assume you know everything about a person. ("Solitaire", Alice Oseman, S.259)
Everyone is okay with hurting people. Or maybe they cannot see that they’re hurting people. But I can.
The problem is that people don’t act.
The problem is that I don’t act.
I just sit here, doing nothing, assuming that someone else is going to make things better. ("Solitaire", Alice Oseman, S.266/267)


Eure Dana ♥

Dienstag, 4. April 2017

[Rezension] Herz aus Nacht und Scherben

„[...] Manche Dinge muss man fühlen, um sie zu verstehen.“ (Seite 128)


Autor: Gesa Schwartz
Verlag: cbt
Seiten: 544
Erscheinungsdatum: 03.10.2016
ISBN: 978-3-570-16450-1
Gebunden mit Schutzumschlag; 17,99€



Inhalt:

Als Milou aus Paris von ihrem Onkel zu ihrer Großmutter nach Venedig zurückkehrt, kehrt sie damit gleichzeitig auch ein Stück in die Träume ihrer Kindheit zurück, die sie hier verbracht hat, bevor ihre Eltern starben. Die Geschichten und Geheimnisse werden wieder wach, doch auf einmal sieht sich Milou auch mit einer fremden Gefahr konfrontiert: Feindlicher Nebel zieht durch die Gassen, Kinder werden entführt, Menschen verlieren ihre Erinnerung. Milou will sie retten und wird dadurch nur umso hineingezogen - in eine andere Welt, die Welt der Scherben, der Träume und verlorenen Erinnerungen. Doch sie ist nicht allein, denn der Rabenwandler Nív unterstützt und beschützt sie - vor einer Welt, in der dunkle Gefahren lauern und die Milou alles nehmen könnte, was sie ausmacht ...

Rationalität. Milou musste lächeln, als sie die Stimme ihrer Großmutter über dieses Wort stolpern hörte, als wäre es nichts als eine Illusion für all jene, die nicht genug Fantasie hatten, die Wahrheit rings um sie herum zu erkennen. (Seite 9)

Sonntag, 2. April 2017

Bookish Sunday #16 - Schätze unterm Schutzumschlag


Hallo ihr Lieben,

wie immer etwas später bin ich heute auch wieder bei Ines' wöchentlicher Aktion dabei. Die Frage für heute lautet:

Welches Buch findest du auch ohne Schutzumschlag schön?

Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, mich da festzulegen, weil einige Bücher auch unter dem Schutzumschlag kleine Schätze verbergen, von daher zeige ich euch einfach mal ein paar Beispiele für eine gelungene Gestaltung:

Dabei können auch schlichte Motive vor allem im Vergleich zu den üblichen einfarbigen Covern einen gewissen Effekt haben, wie z.B. das von "Flames 'n' Roses" (Kiersten White, Loewe Verlag) mit der einen Rose
Aber auch das von "Legend" (hier der dritte Teil, Marie Lu, Loewe Verlag), das im Prinzip das eigentliche Cover nur eben ohne Hintergrund wieder auffast, sieht ziemlich cool aus.


Ähnlich das Cover von "Witch Hunter" (Virginia Boecker, dtv) - der Schlüssel in goldener Gravur ist ziemlich cool.
Das Cover von "Nach dem Sommer" (Maggie Stiefvater, script5) greift ebenfalls das Motiv des eigentlichen Covers wieder auf und ist außerdem irgendwie süß.


Anders jetzt das Cover von "Grischa" (hier der zweite Teil,  Leigh Bardugo, Carlsen), das eine Zeichnung (hier eines Meeres) darstellt und mich damit beim Lösen des Schutzumschlages wirklich positiv überrascht hat.
"Rot wie das Meer" (Maggie Stiefvater, script5) kommt da schon etwas schlichter daher. Auf dem Bild erkennt man die raue Schicht vermutlich nicht so gut, aber trotz der Schlichtheit ist auch dieses Buch ziemlich hübsch unter dem Schutzumschlag.


Meine Highlights sind aber die Folgenden aus dem FJB-Verlag:
Einmal "Daughter of Smoke and Bone" (Laini Taylor), das das Cover aufgreift, jedoch in eine Zeichnung (von Jim Di Bartolo) transformiert, die einfach wow ist.
Und natürlich die "Silber"-Trilogie (Kerstin Gier), bei der ich mich gar nicht für ein Beispiel-Cover entscheiden konnte, weil die alle so cool sind. ^^


Bei manchen ist es doch fast schade, dass der Schutzumschlag nur beim Lesen ab ist, und ich freue mich immer, wenn ich unter dem Schutzumschlag so ein Schätzchen entdecke. ^^

Eure Dana ♥