Dienstag, 4. Juli 2017

13 Dinge, die ich im Abi gelernt habe

Hallo meine lieben Leser und Leserinnen,

nun liegt das sagenumwobene Abi hinter mir, und in der stressigen Zeit habe ich einige Dinge gelernt - vor allem aber, wie viel dran ist an der Wichtigkeit und den Vorhaben, möglichst früh mit dem Lernen anzufangen - oder eben nicht. Natürlich ist gerade was das Lernen angeht jeder unterschiedlich, das sind jetzt mal meine persönlichen, mit zwinkerndem Auge zu lesenden Erfahrungen:
  1. Aus vier Wochen werden ganz schnell drei Wochen/ zwei Wochen/ eine Woche/ drei Tage/ morgen: Auch wenn es einem vorher wie eine ewig lange Zeit vorkam, diese geht schneller vorbei, als es scheint. Und dann könnte es eng werden ...
  2. Wie man Last Minuit lernt: Ich würde ja gerne sagen, dass ich daraus Schlüsse gezogen hätte, aber letztendlich konnte ich mich doch immer erst kurz vorher aufraffen. Ich hätte vorher nie gedacht, dass ich so intensiv lernen kann - normalerweise habe ich nach einer halben Stunde keine Lust mehr. 
  3. Dass man trotzdem nicht früher anfängt: Ich habe nur für zwei Fächer überhaupt wirkliche Zusammenfassungen erstellt und die waren am Spätnachmittag des Vortages fertig. :D (Zugegeben, hier kam mir meine Fächerwahl mit sprachlichem Profil entgegen.)
  4. Lernvermeidungstaktiken: Beispielsweise kompletter Frühjahrsputz inklusive Buchregal ausräumen und abwischen. xD
  5. Du wirst niemals alles können: Entweder, weil ich sowieso zu spät angefangen habe, oder weil man letztendlich eben nicht alles behält. Mut zur Lücke - Improvisation ist im Zweifel alles und das Meiste kommt eh nicht dran.
  6. 80% hast du vollkommen umsonst gelernt: Na ja. Vielleicht braucht man es im Leben nochmal - ansonsten habe ich seit meinem Abi das verzweifelte Bedürfnis, das vergeblich eingehämmerte Wissen auf andere Weise - also an mein armes Umfeld - loszuwerden. xD
  7. Irgendwie sind Abiklausuren auch nicht anders als normale Klausuren: Abgesehen von der Wertung natürlich. Wobei bei gestapelten Nahrungsmitteln und Chill-Klamotten wohl auch keine förmliche Atmosphäre aufgebaut werden kann. :D
  8. Wie man Konzeptpapier benutzt: Ehrlich, ich hab vorher quasi nie Notizen gemacht, auch aufgrund des Zeitproblems. 
  9. Das Durchlaufen mehrerer Phasen: Von "Ist mir yolo" über lockerem "Ach, das läuft schon" bis hin zu panischem "Das lern ich nie" und "Ich verhau mein Abi!!", von tiefentspannt bis kurz zum Zusammenbruch erlebt man irgendwie alles. Nur um dann in meinem Fall während der Klausur selbst ziemlich gelassen zu sein.
  10. Man gewöhnt sich sehr schnell ans Ausschlafen. Und fragt sich dann, wie man es geschafft, jahrelang früh aufzustehen.
  11. Man verliert jegliches Zeitgefühl: Welcher Wochentag ist nochmal? Welcher Monat? Welches Jahr?
  12. Die Motivation nimmt mit jeder Klausur mehr ab: Und am Ende ist man dann glücklich, wenn's vorbei ist.
  13. Am Ende ist man einfach nur froh, wenn man durch ist. Und froh, endlich Abi zu haben. Und vielleicht auch ein bisschen stolz. Und ziemlich ungläubig. ^^

Was habt ihr so für Erfahrungen mit dem Abi oder ähnlichen Dingen gemacht?

Eure Dana

6 Kommentare

  1. Kann ich genau so unterschreiben :D Und: Man sollte im Voraus nicht nur für die erste Klausur lernen, sondern auch für die anderen. Ich hatte meine Klausuren alle drei in einer Woche, habe mich aber nur auf die erste wirklich vorbereitet, bei der zweiten wurde es dann schon knapp und bei Mathe habe ich etwa 6 Nervenzusammenbrüche am Vortag gehabt und konnte keine einzige der Übungsaufgaben lösen, nur um dann während der Klausur ganz entspannt zu sein und relativ gut abzuschließen :D Aber es wäre doch alles angenehmer gewesen, hätte ich mich vorher vorbereitet. Aber hey, alles Dinge, die man einfach lernen muss - und dann später in der Uni in meinem Fall auch nicht anders macht.
    Glückwunsch zum abgeschlossenen Abi!

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    1. Das stimmt, das sollte man einberechnen. xD Das fällt so ein bisschen generell in das LAst Minuit-Schema, das prinzipiell nicht sonderlich gut für die Nerven ist. :D
      Danke! :)

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  2. Nummer 1 gilt, das muss ich leidvoll zugeben, leider immer noch für die Uni :D. Ich leide grad selbst unter dem Rasen der Zeit ^^.

    Das mit dem Last-Minute lernen entspricht wohl dem berühmten Pareto-Prinzip. Man erreicht am Ende 80% des Erfolgs mit 20% des Aufwands, also in wirklich kurzer Zeit. Und dann denkt man sich immer "Krass, wie effizient ich auf einmal geworden bin", schafft es aber trotzdem nicht, diese Effizienz das nächste mal früher umzusetzen. Irgendwie geht sowas nur Last Minute ^^.

    Ich habe glaube ich nur für Geschichte eine Zusammenfassung geschrieben und erinnere mich zwar nicht mehr besonders gut, aber bestimmt war die auch erst am Tag davor fertig :D. Allerdings finde ich auch, dass schon das Schreiben von Zusammenfassungen lernen ist, manchmal sogar genug lernen.

    Ich wünsche mir ja immer, ich wäre mal produktiv, wenn ich das Lernen vermeide. Leider räume ich nie auf oder blogge oder so, sondern hänge eher stundenlang auf Facebook rum.

    5. ist eine sehr wichtige Erkenntnis, die einem ene Menge Stress ersparen kann. Deswegen sollte man sich natürlich nicht weniger Mühe beim Lernen geben, sich dann aber halt auch nicht wegen jedes Details verrückt machen. Gerade weil man, wie der nächste Punkt ja sagt, einen Großteil sowieso nicht braucht.

    Das Bedürfnis, gelernte Sachen, die man nicht anwenden kann, anderen mitzuteilen, kenne ich auch xD.

    Dass Abiklausuren nur normale Klausuren sind, sage ich auch immer allen zur Beruhigung. Das fand ich toll, weil man dann im Abi etwas Vertrautes hatte, mit dem man arbeiten konnte.

    Konzeptpapier habe ich tatsächlich schon früher benutzt. ZB habe ich meine Resumés in Französisch immer vorgeschrieben, weil dort die Wortanzahl ja wichtig war. Ansonsten habe ich aber nur Stichwortlisten gemacht und zB Argumente sortiert. Die Leute, die ihren ganzen Text einmal auf Schmierpapier und einmal auf dem richtigen Papier schreiben konnten, fand ich immer gruselig.
    Kommt aber auch immer aufs Fach an. In Mathe brauchte ich zB nie welches.

    Ach ja, die Phase, die kenne ich auch ^^.

    Das mit dem Ausschlafen war mein Verhängnis. Seitdem kann ich nicht mal mehr dann diszipliniert früh aufstehen, wenn ich muss. Wie ich das je geschafft habe, ist mir ein Rätsel.

    Bist du letztendlich zufrieden mit deinem Abiergebnis :)? Auf jeden Fall Glückwunsch, dass du es durchgehalten hast!

    Liebe Grüße,
    Charlie


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    1. Erst mal danke für deinen langen Kommentar, Charlie! ♥

      Ich hab auch nicht das Gefühl, dass ich groß daraus lernen und an der Uni früher anfangen werde. :D

      Ich finde, das Pareto-Prinzip hat schon was. xD Wobei ich sagen muss, dass ich mir selbst zum Ziel gesetzt habe, dass es okay ist, wenn ich nicht tagelang lerne, solange ich anschließend nicht sagen muss, dass ich es weitaus besser gekonnt hätte, wenn ich mehr gelernt hätte - was also im Endeffekt bedeutet, dass man wissen sollte, wie und wie viel man am besten lernt. Bezogen auf Punkt 6 können 80% also vollauf ausreichend sein. ^^

      Ja, das stimmt. Allein das Durchlesen ausführlicher Texte, das darüber Nachdenken und das auf die wichtigsten Punkte Reduzieren sowie mit anderen Texten in Einklang Bringen, um die Zusammenfassung dann in eigenen Worten zu erstellen - dadurch verinnerlicht man den Stoff schon unheimlich.

      Diese Art der Prokrastination habe ich 90% der restlichen Zeit betrieben. :D Der Unterschied ist nur, dass man dabei ein schlechtes Gewissen hat, während man sich beim Frühjahresputz noch irgendwie vorgaukelt, produktiv zu sein, selbst wenn man eigentlich andere Dinge tun sollte. ^^

      Oha, bin ich gerade froh, dass die Wortanzahl bei meinen Resumés eher unwichtig war. xD
      Jetzt wo du's sagst - ja, bei Argumentationen habe ich die Punkte auch schon mal geordnet. Allerdings habe ich vorher das Konzeptpapier eben nie so intensiv benutzt, was vielleicht auch an der Zeit lag - in einer sechsstündigen geht das noch eher als in einer zweistündigen.
      Oh ja, die fand ich auch gruselig. :D Da hätte ich auch nie im Leben die Zeit zu gehabt, dafür schreib ich zuviel. xD

      Dankeschön, und ja, das bin ich. :)

      Liebe Grüße ♥

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  3. Haha, ich lese gerade diesen Blogpost, während ich eigentlich auf meine Mathe-Klausur morgen lernen sollte :D Ich befinde mich grad noch in der Entscheidungsphase, ob ich aufgeben oder jetzt noch 10 Stunden motiviert mit dem Stoff beschäftigen soll^^
    Ich hatte gehofft, dass sich mein Lernverhalten im Studium bessert, aber stattdessen ist es viel schlimmer geworden, als es in der Schule war... Na gut, in der Schule bin ich auch ohne Lernen recht gut durchgekommen, bzw. oft hab ich erst am Tag vorher angefangen zu lernen, vielleicht ist bei mir tatsächlich noch nicht alles verloren für morgen xD naja, ich geh dann wohl mal lernen...
    Liebe Grüße
    Lioba

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    1. Ich weiß auch nicht, ob ich wirklich eine Lehre daraus ziehen werde - so wie ich mich kenne, eher nicht. :D Vermutlich wird's mir da ganz ähnlich wie dir gehen. ^^

      Liebe Grüße :)

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